Dienstag, 28. Februar 2017

Der letzte Überlebende

Februar 28, 2017 0 Comments
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Details

Titel: Der letzte Überlebende
Autor: Sam Pivnik
Erschienen: 13.03.2017

Gebunden 19,95€ 
Verlag Theiss

Genre Sachbuch / Biografie


Seiten: 304

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdeckel

Sam war gerade mal 13 Jahre alt, als die Wehrmacht in Polen einmarschierte. Mit der Familie lebte er in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Da wurde aus dem Städtchen ein Ghetto, und Sam, der damals noch »Szlamek« hieß, war mittendrin. Er überlebte - auch das Grauen von Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch, den Schiffbruch der Cap Arcona. Unzählige Male entging er dem Tod. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Der Krieg ließ keine Möglichkeit, an ein Morgen zu denken. Und wen interessierte nach dem Krieg das Gestern? Am Ende seines unglaublichen Lebens gelingt es Sam Pivnik, einem der letzten Überlebenden von Auschwitz, darüber zu sprechen.

Bewertung

In diesem Buch geht es um die Wirklichkeit. Eine grausame Wirklichkeit. Sam Pivnik erzählt wie sein Leben vor, während und nach dem Konzentrationslager in Auschwitz Birkenau ausgesehen hat. Ein paar der Details sind so grausam, das es sich wie eine Szene aus einem Horrorfilm anhört, doch leider ist es nicht so. Sam hat all die Grausamkeit am eigenen Leib erfahren müssen und es dennoch überlebt. Als ein wichtiger Zeitzeuge konfrontiert er nun auch uns mit seinen grausamen Erlebnissen.

Eigentlich mochte Sam immer das Geräusch der einfahrenden Züge in den Bahnhof, doch an diesem einen Tag nicht. Mit diesem Zug fuhr er und seine Familie in das Lager Auschwitz Birkenau. Dort angekommen entschied dann ein Mann mit nur einer einzigen Handbewegung über Leben und Tod! Sam hatte "Glück", seine Familie nicht.
Während ich dieses ankommen in Auschwitz las, war ich wütend und fassungslos. Wie selbstverständlich und skrupellos ein Mensch über Leben und Tod entscheiden kann. Diese Vorstellung ist unfassbar. Als Sam dann davon erzählte unter welchen unwürdigen und demütigenden Handlungen er in das Lager kam und was er dort über sich ergehen lassen musste, hatte ich mit mir zu kämpfen. 

Viele Dinge kann er natürlich nicht mehr im Detail wiedergeben, dafür ist es schon zu lange her, obwohl ich immer glaube, sowas kann NIE zulange her sein. Er selbst schreibt ja auch das er sogar heute noch manchmal Alpträume hat, was durchaus verständlich klingt.
Andere Dinge wiederrum sind so fest verankert, das er sie mit jedem grauenhaften Detail wiedergeben kann. Das Lesen treibt einem die Gänsehaut auf die Arme.

Es ist so furchtbar schwer über das Buch zu urteilen. Für mich gibt es nichts zu Urteilen. Ich finde es gut das Sam dieses Buch geschrieben hat. So kann man sich als "unwissender" vor Augen führen, das ein Mensch alleine ausreicht um ein ganzes Land Umzukrempeln und es sogar schafft aus Menschen wilde Tiere ohne Gewissen zu machen, denn anders kann ich es einfach nicht ausdrücken! 

Ich sage meinen Kinder immer "Was du nicht willst das mache auch nicht bei anderen, denn die fühlen sich dann genauso schlecht wie du" und genauso ist es!

Oft habe ich beim Lesen eine Pause gemacht und darüber nachgedacht, was heute passieren müsste um nochmal so etwas geschehen zu lassen. Damals hat es ja auch nicht viel gebraucht. Gib dem Menschen Arbeit, mach ein paar Versprechungen und zack! Die Vorstellung ist so krass schlimm das man nur hoffen kann, das so etwas nicht mehr passiert. 
(Dabei muss ich anmerken, das es eigentlich nie aufgehört hat. Ja, zwar hier bei uns aber in anderen Ländern passiert momentan und vermutlich auch noch in Jahren genauso schlimmes)

Was ich auch noch schlimm finde ist, das die Nachfahren, also wir, immernoch diesen Stempel des Nazis auf der Stirn haben, und das obwohl wir nichtmal auf der Welt waren als diese furchtbaren Dinge passiert sind, ist das nicht auch eine Art Rassismus?

Dieses Buch bringt eine Menge Gesprächsstoff und viele Gedanken mit sich und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. In den Höheren Klassen der Schulen sollte dieses Buch, meiner Meinung nach, in Geschichte gelesen werden.

Sterne



Weitere interessante Links zum Thema:



Infos zum Autor

1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in London.

Bilderatlas der Sommer- und Herbstblumen

Februar 28, 2017 0 Comments
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Coverbild vom Verlag

Details

Titel: Sommer- und Herbstblumen (Heimische Pflanzen einfach nach Farbe erkennen)
Erschienen: 19.09.2016

Gebunden/Pappband 16,99€
Verlag DVA Bildband

Genre Hobby und Freizeit


Seiten: 80

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdeckel

Ein bibliophiles Kleinod – wunderbar künstlerisch ausgeführte, aber absolut naturgetreue Darstellungen der heimischen Wildblumen, in übersichtlicher Anordnung nach Farben und, ganz besonders: als Leporello gebunden, ausgezogen mit immerhin 5 Metern Länge! Das Büchlein im handlichen Taschenformat zeigt dem Liebhaber der Blumen und der Natur in historisierender Manier, welche Pfl anzen man bei uns direkt vor der Haustüre findet. Es sind nur die häufigsten versammelt – übersichtlich nach Farben und Standorten gegliedert, in 40 Tafeln angeordnet und als Leporello gebunden. Man kann damit nicht nur die Pflanzen in freier Natur wiedererkennen, sondern auch ihren deutschen und wissenschaftlichen Namen ganz leicht auffinden, ohne Botaniker zu sein. Das Buch macht einfach Freude bei der Betrachtung und ist ein einmaliges Schmuckstück für alle Wildblumenliebhaber.

Meine Zusammenfassung

Jeder hat die Blumen und Sträucher schonmal beim spazierengehen am Wegrand gesehen, wir alle kennen sie, aber wie heißen sie? Und sind sie giftig oder nicht? Zu welcher Gattung gehören sie und wann haben sie ihre Blütezeit?

All das wissen nur wenige über unsere heimischen Blumen und Sträucher. Mit diesem Blumen Atlas werden uns die heimischen Pflanzen näher gebracht.

Bewertung

Dieses kleine unscheinbare grüne Büchlein hat ein sehr großes und vielseitiges Innenleben! Wenn man den Buchdeckel aufschlägt, entdeckt man einen großen Ausfaltbaren Atlas mit unseren Heimischen Pflanzen. Die meisten davon hat bereits jeder schon mal beim spazieren gehen gesehen, aber das wissen über diese Blumen hält sich dann doch in Grenzen. 
Ich weiß noch das mein Opa immer den Kopf geschüttelt hat wenn ich nicht mal den kleinen Fingerhut benennen konnte und meine Oma hatte die blaue Kornblume sogar gerne im Garten stehen. Doch unsere jetzige Generation beschäftigt sich nicht mehr alzuviel mit unserer Natur. Schade eigentlich, denn auch hier kann man viel entdecken und was gibt es schöneres wenn man bei jedem spaziergang neue Blumen für sich entdecken kann und dann sogar die Ahnung hat was es für eine ist.

Anbei gibt es eine kleine Pflanzen Fibel. Hier stehen dann infrmationen zu den Pflanzen: 

-Auf das Aussehen wird eingegangen
-Eigenschaften wie zum Beispiel das Aussehen oder der Geruch der Wurzel oder der Geruch der Blüten.
-Blütezeiten von Monaten und die Ausdauer der Jahre
-Sehr wichtig, gerade mit Kindern, die Giftigkeit

Ein wirklich sehr übersichtliches Büchlein. So kann man sich auch ein Spiel mit Kindern gestalten um sie mal raus in die Wiesen zu locken. Wer findet welche Blume und was weiß man schon darüber. Anschließend dann im Atlas danach suchen. 

Mir gefällt das Buch sehr gut. Schade das ich es meinem Opa nicht mehr zeigen kann, dem hätte es sicherlich gefallen.

Sterne




Montag, 27. Februar 2017

Becoming a Girl one Day - Band 1

Februar 27, 2017 0 Comments
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Details

Titel: Becoming a Girl some Day 
Reihe: Band 1
Autor: Akane Ogura
Erschienen: 28.06.2016

Taschenbuch 5,99€
E-Book 4,99€
Verlag Carlsen Manga!

Genre Manga /Romance (ab 10 Jahre)


Seiten: 176

Danke an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdeckel

Miyoshi und Mamiya sind seit frühester Kindheit die besten Freunde. Sie veranstalten regelmäßig Wettkämpfe bei denen der Verlierer das machen muss, was der andere ihm sagt. Und meist heißt der Verlierer Miyoshi. Bei einem dieser Wettstreits bricht Mamiya plötzlich zusammen und muss sogar ins Krankenhaus gebracht werden. Zur Überraschung aller kehrt er als Mädchen zurück, da sich bei den Untersuchungen herausgestellt hat, dass er, genetisch gesehen, weiblichen Geschlechts ist. Das Leben als Mädchen stellt ihn nun vor ungeahnte Herausforderungen…

Bewertung

Die Geschichte ist gut ausgedacht. Immer wenn es ein Ungleichgewicht von Männern und Frauen gibt, wird ein Mensch umgewandelt. Eigentlich passiert das schon im Kindesalter, weshalb es sehr verwirrend ist als Mamiya plötzlich als Mädchen wieder aus dem Krankenhaus kommt.

Eine solche Geschichte habe ich vorher noch nirgends gelesen und fand die Idee wirklich sehr gut, doch die Umsetzung hat mich ein wenig enttäuscht. Die Story läuft sehr schnell ab und wirkt doch sehr abgehackt. Eigentlich passiert recht viel und doch wieder zu wenig. Vor allem das Ende ist mir persönlich viel zu abgehoben. Das sich ein Junge in ein Mädchen verwandelt ist ja noch eine lustige Vorstellung, aber das Ende ist dann nun wirklich zu Fantasy für meinen Geschmack.

Zu den Zeichnungen:

Dazu kann ich sagen, das sie nicht so detailreich sind wie andere, aber sehr übersichtlich ohne große Schnörkeleien.
Ich finde auch, das Mamiya als Mädchen schon noch sehr Männliche Züge hat, also nicht so weich ist wie ein Mädchen. Das unterstützt die Vorstellung das sie ja vorher ein Junge war.

Jetzt muss ich nochmal auf die Altersangabe zurückkommen. Die liegt laut Verlag bei 10 Jahre, ich würde das nicht so unterstützen. Man sieht zwar nichts krasses, aber trotzdem würde ich es eher ab 12 Jahren empfehlen.

Fazit: Ein abwechslungsreiches Leseerlebnis mit guter Story aber kurzweiliger Lesedauer.

Sterne





Das Erbe von Carreg Cottage

Februar 27, 2017 0 Comments
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Details

Titel: Das Erbe von Carreg Cottage
Autor: Constanze Wilken
Erschienen: 13.02.2017
 Verlag: Goldmann, Verlagsgruppe Random Hause
Genre: Roman
Seiten: 480
Preis: 9,99 €


Buchdeckel:

Die 35-jährige Lili Gray steht vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Die leicht verfallene Pilgerraststätte und der Garten an den Klippen ziehen Lili sofort in ihren Bann. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Aber Lilis Anwesenheit scheint jemanden zu stören, und die junge Frau ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Pilgerortes mit ihrer eigenen – und der des unbekannten Gönners verbunden ist .. 

Meine Zusammenfassung:

Lilian Gray ist 35 Jahre alt und hat schon viel beruflich ausprobiert, bevor sie ihr Café schließen muss und vor dem Nichts steht. Da kommt ihr eine unverhoffte Erbschaft ganz recht. Zusammen mit ihrem Hund Fizz reist sie auf die Halbinsel Llyn, wo ihr ein Unbekannter Gönner ein altes Pilgerhaus samt Land vererbt hat. Lili fühlt sich auf Anhieb wohl auf der kleinen Halbinsel und auch deren Bewohner sind sehr nett zu ihr. Zusammen mit Marcus, der einen kleinen örtlichen Handwerkbetrieb hat, renoviert sie das heruntergekommene Pilgerhaus. Denn die Bedingung des Erblassers ist, dass das Cottage wieder für Besucher geöffnet wird und Pilgern eine Unterkunft bieten kann. Doch um das alte Cottage ranken sich viele Geheimnisse und irgendjemand will Lilian dort nicht haben. So wird bei ihr eingebrochen und es liegt ein toter Vogel vor dem Haus. Wird Lilian das Geheimnis um das Haus und die Übeltäter aufdecken können?

Lileas lebt im Jahr 614, ihr Vater ist ein Druide. Auch Lileas wird in die Geheimnisse ihres Vaters eingeweiht,  denn sie soll die Erbin ihres Vaters werden. Als christliche Priester ihre Familie wegen Unglaubens töten gelingt es Lileas zu fliehen. Mit dem Namen Meara gelingt es ihr auf der Halbinsel Llyn ein neues Leben anzufangen und weiterhin als Heilerin zu arbeiten. Als plötzlich drei verletzte Mönche hilfesuchend in der Gegend auftauchen, nimmt Meara den schon halbtoten Cadeyrn bei sich auf und pflegt ihn gesund. Caderyn verlässt nach seiner Genesung Meara um im nächsten Kloster seinen Glauben weiter zu leben. Doch er kann die junge Heilerin nicht vergessen und zweifelt an seiner Überzeugung Gott zu dienen. In seiner Verzweiflung wendet er sich zunächst der Übersetzung von Schriften. Doch er ahnt nicht, dass in seine dunkle Vergangenheit wieder einholt.

Bewertung:

Das Buch ist wunderbar, es entführt einen nach Wales und seine Geschichte. Das tolle ist, man kauft ein Buch und bekommt gleich zwei Geschichten, die beide mit dem Land und den Menschen dort verbunden sind. Beide Geschichten sind auf ihre Art ganz zauberhaft und ziehen einen in den Bann. Auf einer Seite ist man im frühen Zeitalter, als Druiden noch auf der Insel wandelten und auf der anderen Seite ist man im modernen Nordwales. Ich finde die beiden Geschichten wirklich vielseitig und spannend geschrieben. Man wollte endlich wissen, wer die Überfälle auf Lilians Haus verübt und wie sich Caderyn nun entscheidet. Dabei sind alle Charaktere auf ihre Weise überzeugend und menschlich dargestellt. Die persönlichen Gefühle und Empfindungen kommen hier gut rüber. Der Schreibstil ist flüssig. Auch die Ortsbeschreibungen sind so gut geschrieben, dass man sich das grüne und wilde Nordwales gut vorstellen kann. Beide Storylines wechseln sich ab, das nimmt dem Lesegenuss aber nicht die Spannung, weil die Sprünge recht gut eingebunden sind. Von mir gibt es eine eindeutige Kaufempfehlung. Mit diesem Buch kann man absolut nichts falsch machen.

Sterne:


Samstag, 25. Februar 2017

Geliebte des Feuers - Die Sea-Haven-Saga Band 5

Februar 25, 2017 2 Comments
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 Details 

Titel: Geliebte des Feuers - Die Sea-Haven-Saga Band 5
Autor: Christine Feehan
Erschienen: 13.02.2017
Taschenbuch: Heyne Verlag, Verlagsgruppe Random House München
Genre: Roman Erotik
Seiten: 448
Preis Taschenbuch: 9,99€

Buchdeckel:

Lissas flammenfarbenes Haar ist nicht das einzig Feurige an ihr. Die begabte Glaskünstlerin und »Schwester im Herzen« trägt eine brennende Kraft in ihrem Innern, die ebenso zerstörerisch wie schöpferisch sein kann. Ihre Kunstfertigkeit bringt sie bis nach Italien, während Lissas eigentliche Mission im Verborgenen bleibt: Rache. Zwischen ihr und dem russischen Geheimagenten Casmir Prakenskij entflammt eine leidenschaftliche Liebe, aber dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit bedrohen ihre gemeinsame Zukunft

Meine Zusammenfassung:

In der Sea-Haven Reihe geht es um verschiedene Frauen und deren zum Teil schrecklichen Schicksale. Alle Frauen haben gemeinsam, dass sie über verschiedene Naturgewalten herrschen können. Die unterschiedlichen Frauen treffen im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms auf einer Farm in Sea Haven zusammen, um gemeinsam wieder ein normales Leben zu führen. Doch leider ist das nicht immer möglich.
In Band 5 dieser Reihe geht es um Lissa, die eigentlich Giacinta heißt und aus Italien stammt. Ihre Familie wurde ermordet, als sie noch ein kleines Mädchen war. Ihr Onkel nahm sie anschließend bei sich auf und gab ihr einen neuen Namen, um sie vor ihren Verfolgern zu schützen. Um ihre Familie zu rächen, wird sie von ihrem Onkel zur eiskalten Killerin ausgebildet. Nach und nach planen sie und ihr Onkel den Tod der Verantwortlichen und führen ihn geschickt durch. Über Umwege landet Lissa schließlich bei einem Zeugenschutzprogramm und somit bei ihren "Schwestern" in  Sea Haven. Berufliche und persönliche Ziele führen Lissa zurück nach Italien, wo sie eine Zeit lang bei ihrem Onkel wohnt. Doch die Prakenskij Brüder machen sich Sorgen um Lissa und schicken ihren Bruder Casimir, der ebenfalls ein Auftragskiller ist, zu ihrem Schutz hinterher. Erst ist Lissa zornig über Casimirs Anwesenheit, doch bald spüren beide das Band, das sie zu verbinden scheint. Zwischen den beiden entwickelt sich eine heiße Liebe und Casimir verspricht Lissa bei all ihren Zielen zu helfen. Gemeinsam decken sie ein furchtbares Familiengeheimnis auf, das Lissa völlig aus der Bahn wirft. Wird es beiden gelingen Lissas Ziele zu erreichen und kann Lissa ihre furchtbare Vergangenheit hinter sich lassen?  

Bewertung:

Dieser Band ist eindeutig tiefgründiger als der letzte. Ich finde die Gefühle von Lissa kommen besser rüber. Leider ist Casimir seinen Brüdern sehr ähnlich, er ist gefährlich und durch seine Ausbildung zum Killer gezeichnet. Es ist sehr langweilig, das in allen Romanen immer der gleiche Typ Mann vorkommt. Natürlich findet er in Lissa die große Liebe und will sich an sie binden. Die Love Story ist leider etwas vorhersehbar. Die Sexszenen sind reichlich und oft seitenlang. Dabei wird an Details und Kreativität nicht gespart. Diese Szenen habe ich zum Teil übersprungen, weil mich der Kern der Geschichte mehr interessiert hat. Die Geschichte von Lissas Vergangenheit und das dunkle Geheimnis dahinter ist wirklich spannend und lässt einen nicht mehr los. Am Ende geht mir der Verlauf der Geschichte allerdings etwas zu schnell voran, während in der Teil in der Mitte zu viel ausgeschmückt wurde. Aber für Fans der Reihe ist dieses Buch wirklich ein Sahnestück.

Sterne:


Mittwoch, 22. Februar 2017

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Februar 22, 2017 0 Comments

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Details

Titel: The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch
Originaltitel: The Sleeping Prince
Reihe: Band 2
Zu Band 1
Autor: Melinda Salisbury
Erschienen: 15.02.2017

Gebunden 17,99€
E-Book 15,99€ 
Verlag bloomoon

Genre Jugendbuch / Fantasy (14 - 17 Jahre)


Seiten: 368

Danke an den bloomoon Verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdeckel

Das Land ist in Aufruhr. Die Königin hat eine alte Legende entfesselt und den gefährlichen Schlafenden Prinzen nach vielen Jahrhunderten wieder zum Leben erweckt. Nun bringt er Krieg und Zerstörung zu den Menschen von Tregellian. Die junge Apothekerstochter Errin versucht verzweifelt, sich in diesen gefährlichen Zeiten über Wasser zu halten. Doch seit ihr Bruder Lief verschwunden ist, muss sie sich alleine um ihre kranke Mutter kümmern. Über die Runden kommt sie nur, weil sie verbotene Kräutertränke braut, die sie heimlich verkauft. 

Als Soldaten sie und ihre Mutter aus ihrem Dorf vertreiben, gibt es nur einen, an den sich Errin wenden kann: den mysteriösen Silas. Ein junger Mann, der tödliche Gifte bei ihr kauft, aber nie verrät, wozu er sie verwendet. Silas verspricht, Errin zu helfen. Doch als ihr vermeintlicher Retter spurlos verschwindet, muss Errin eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Reiches verändern wird ...

Meine Zusammenfassung

Die Junge Apothekerstochter Errin hat es nicht leicht. Zuerst stirbt ihr Vater und anschließend zieht ihr Bruder in den Krieg. Die verzweifelte Mutter verliert in ihrer Trauer ihren Verstand und verwandelt sich in Vollmondnächten in eine Bösartige Frau. Errin muss sich um alles alleine kümmern und ihre Mutter beschützen, niemand darf merken das mit ihr etwas nicht stimmt. Eine große Verantwortung für ein so junges Mädchen.
Die Miete und das Essen bezahlt sie mit dem Geld was sie mit dem Giftmischen verdient. Ihr bester Kunde ist Silas, doch was weiß sie eigentlich von ihm? 

Als der Krieg dann auch in ihren Ort Einzug findet, hängt sich Errin an Silas. Er soll sie und ihre Mutter an einen sicheren Ort bringen.

Bewertung

Die äußere Erscheinung des zweiten Bandes steht dem des ersten in nichts nach. Ich bin sehr froh das die Cover dem Original fast gleichen, da diese definitiv ein Eyecatcher im Regal sind.

Die Story setzt so ziemlich da an wo der erste Band aufgehört hat, doch die Protagonitin Twylla aus Band 1 bekommt in diesem Teil nur eine Nebenrolle. Jetzt übernimmt Errin die Rolle der Protagonistin. Trotzdem sind die Leben der beiden sehr eng verstrickt wie sich später herrausstellt. 

Die Einleitung ist toll. Hier lesen wir die Geschichte des schlafenden Prinzen von den Anfängen an um dann wieder sanft in das Geschehen gestoßen zu werden. Die Geschichte ist direkt spannend und die ersten Opfer des Prinzen lassen nicht lange auf sich warten.

Wir lesen aus der Sicht von Errin also in der Ich Form. Die Orte sind so gut beschrieben, das man sich im Geschehen drin fühlt aber trotzdem nicht das Gefühl hat an Informationen überladen zu werden. Jede Seite ist der pure Genuss und die Geschichte ist so gut durchdacht das das Lesen richtig Spaß macht. 

Natürlich finden wir hier auch eine Menge grausame Dinge und Handlungen. Alleine die Geschichte des schlafenden Prinzen ist ja fast schon eine Schauergeschichte. Dies kennen wir ja schon aus dem ersten Band - Wir erinnern uns an die Gottgleiche Daunen die durch die bloße Berührung Menschen den Tod bringt.

Am Ende möchte ich noch anmerken, das ich das Gefühl hatte eine eigenständige Geschichte zu lesen. Ich denke, das hier nicht zwingend der erste Band gelesen werden muss um die Geschichte machvollziehen zu können.

Fazit:

Eine spannende, fesselnde und grausam schöne Geschichte mit allem was das Leserherz höher schlagen lässt! Eine klare Leseempfehlung.

Sterne


Kati

Dienstag, 21. Februar 2017

Pipimachen! Händewaschen! Sauber!

Februar 21, 2017 0 Comments
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Details

Titel: Pipimachen! Händewaschen! Sauber!
Reihe: Leonie 
Autor: Sandra Grimm
Erschienen: 01.02.2017

Pappbuch 5,99€
Verlag Carlsen

Genre Kinderbuch (ab 18 Monaten)


Seiten: 12 

Danke an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdeckel

Leonie ist schon ziemlich groß. Aber Matteo ist noch größer. Er kann nämlich schon aufs Töpfchen gehen - und sich danach die Hände waschen. Waschen findet Leonie toll. Das klappt. Ob sie auch mal das Töpfchen ausprobieren soll? Dieses Buch bietet mehr, indem es nicht nur auf den wichtigen Entwicklungsschritt vom Windelträger zum Klogänger eingeht, sondern ganz leicht und humorvoll einfachste Hygiene-Alltagsrituale beispielgebend aufzeigt und Kindern ein selbstbewusstes Körpergefühl vermitteln kann.

Meine Zusammenfassung

Leonie geht in den Kindergarten und liebt es sich dreckig zu machen, aber sie liebt es auch sich danach mit Schaum zu waschen und im Wasser zu spielen. 
Nachdem Leonie und ihre Freundin im Kindergarten mit Fingerfarben gemalt haben, geht Leonie ins Bad um sich die Hände zu waschen. Dann kommt Matteo ins Bad und setzt sich auf das Töpfchen, denn Matteo ist drei und kann das schon. Leonie ist total gespannt und begeistert fragt sie was er da macht.
Das will sie auch probieren und setzt sich ebenfalls aufs Töpfchen, doch ihr Töpfchen bleibt leer. Leonie ist ein bisschen traurig, doch zuhause erwartet sie dann eine tolle Überraschung von Papa.

Bewertung

Dieses Pappbuch ist toll, es bringt nicht nur die Sauberkeit des Waschens näher, sondern macht auch auf das Töpfchen gehen aufmerksam. 
Als mein Sohn das Buch in die Hände bekommen hatte, war er gleich gefesselt, denn das Buch hat noch viel mehr zu bieten als bunte Bilder. 
Eine kleine Geschichte begleitet von spannenden Aufklapptürchen machen das zuhören und entdecken möglich. 

Was macht Leonie wohl hinter diesem Türchen?
"Mama ich auch auf das Töpfchen", ja ein Satz den ich gerne hören wollte :)
Das Töpfchen steht schon eine weile bei uns rum, es macht sogar Musik wenn man Pipi reinmacht, aber es half nichts. Doch als Leonie auf das Töpfchen gehen wollte, wurde unseres auch wieder interessant. Zumindest das draufsetzen ist schonmal geschafft, ich bin gespannt ob wir bald auch was drin finden werden, denn schließlich schafft Leonie das ja auch. 


Ich denke das dieses Buch definitiv etwas bringt, das ist ja wie im Kindergarten, ein Kinde macht etwas und die anderen wollen das auch machen. Sogar Gemüse und Salat wird gegessen wenn es andere auch tun. Ja eine Art positiver Gruppenzwang.

Die Altersangabe von 18 Monaten ist gut gewählt. Einige Kinder sind schneller und andere langsamer aber ich denke schon, das es sich leichter meistern lässt das unbekannte Töpfchen zu erforschen, wenn andere Kinder (in diesem Fall Leonie und Matteo) es auch interessant finden und ausprobieren. Außerdem ist man ja schon soooo groß wenn man ein Töpfchen benutzen kann oder etwa nicht ?! ;)

Sterne




Samstag, 18. Februar 2017

Numbers - Den Tod im Blick

Februar 18, 2017 0 Comments
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Details

Titel: Numbers - Den Tod im Blick
Reihe: Band 1
Autor: Rachel Ward
Erschienen: 24.04.2012

Taschenbuch 8,99€
E-Book 8,99€
Hörbuch Download 15,80€
Audio CD 6,99€
Verlag Carlsen

Genre Jugendbuch (14 - 17 Jahre)


Seiten: 368

Buchdeckel

Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher ...

Meine Zusammenfassung

Die 15-jährige Jem ist ein großes Sorgenkind. Sie wird von einer Familie zur nächsten geschickt. Auch in der Schule findet sie keine Freunde. Aber das möchte sie auch gar nicht. Wie soll man sich mit jemanden anfreunden und ihn gerne haben, wenn man immer sein Todesdatum vor Augen hat? Genau das ist nämlich Jem`s Problem. Sie sieht eine Zahl wenn sie jemanden ins Gesicht sieht und diese Zahl ist, wie sie schmerzlich feststellen musste, das Todesdatum der Person. Doch dann trifft sie auf "Spinne" und er lässt sie einfach nicht in Ruhe. Als die beiden zusammen am London Eye sind und plötzlich wie von der Tarantel gestochen vom Platz rennen, gelten sie als dringend Tatverdächtig als kurze Zeit später eine Bombe hochgeht!

Bewertung

Ich muss sagen, das mich der Klappentext schon direkt mitgenommen hat. Ich meine "HALLO?!", sie kann das Todesdatum jedes Menschen sehen, dem sie in die Augen blickt! Wenn das mal nicht irre verstörend ist. Das muss man sich mal vorstellen. Ich könnte nie mehr jemanden anschauen. Ich will nicht wissen wann genau meine Familie stirbt. Und erst recht nicht wann meine Kinder sterben werden, das ist grausam und macht einem fertig!
Und genau so geht es auch Jem. 
Sie kapselt sich total ab und verschließt sich jedem. Doch als sie Spinne kennen lernt öffnet sie sich ihm ein wenig. Zusammen müssen sie vor der Polizei fliehen und lernen sich besser kennen. Jem teilt ihr Geheimnis mit ihm und er glaubt ihr sogar.

Die Protagonisten sind ganz normale Jugendliche mit ihren Problemen. Zukunftsängste, Selbstfindungsprobleme, Drogen etc. Beide haben keine Eltern mehr und sind schon von vorneherein von der Gesellschaft zum Scheitern verurteilt. 

Es ist spannend mitzuerleben wie die zwei sich anfreunden und wie Jem sich allmählich zu öffnen beginnt. Sie findet Freunde wo sie nie dran geglaubt hätte und findet sogar eine Familie. Das Buch liest sich wie eine große Einleitung, da es eigentlich erst am Ende zu einem Ohhh Effekt kommt. Klar, der muss ja da sein um den Anstoß für den zweiten Band zu legen ;)

Dieses Buch kann ich sehr empfehlen, da es viel um Probleme, Mut, Freundschaft, Angst und um große Verantwortung geht!

Die Autorin schreibt in der Ich-Form, weshalb sich die Geschichte so real und man sich mittendrin fühlt.

Sterne


Freitag, 17. Februar 2017

Die Farben des Blutes 2 - Gläsernes Schwert

Februar 17, 2017 0 Comments
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Details

Titel: Die Farben des Blutes - Gläsernes Schwert
Reihe: Band 2
Autor: Victoria Aveyard
Erschienen: 01.07.2016

Gebunden 21,99€
E-Book 14,99€
Hörbuch Download 27,88€
Audio CD 17,99€
Verlag Carlsen

Genre Jugendbuch (Ab 14 Jahren)


Seiten: 576

Buchdeckel

In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.

Meine Zusammenfassung

Nachdem Cal und Mare aus den fängen der Silbernen gerettet wurden, steht schon das nächste Problem für die beiden an. Sie können nicht einfach so in ihr altes Leben zurück, sondern müssen sich der Garde anschließen um König Maven und seine böse Mutter aufzuhalten.
Sie wollen die Menschen finden, die auf Julians Liste stehen, die mit dem rotem Silberblut, die "Anderen". Doch auch Maven sucht sie, nicht nur um sie nicht gegen sich zu haben, sondern auch um Mare zu verletzen, sie leiden zu lassen wenn er ihr zuvorkommen kann. 

Bewertung

Mare hat sich sehr verändert, jetzt ist ihr alles genommen worden woran sie glaubte, sogar in Maven hat sie sich getäuscht. Niemanden kann sie vertrauen, nicht mal Cal. Trotzdem müssen sie zusammen arbeiten um Maven aufzuhalten. 

Die Seiten waren für mich ein Horror, obwohl ich direkt in großes geschehen geschmissen wurde, weil die Story genau da ansetzt, wo der erst Teil aufhört, war das lesen sehr anstrengend. Mich hat die Geschichte nicht abgeholt. Ich stand echt lange an dem Punkt abzubrechen. 
Ich habe sage und schreibe eine Woche gebraucht um das Buch zu beenden. Eigentlich ist die Story gut, Mare und Cal müssen eine Armee aufstellen um gegen Maven bestehen zu können. Das hätte spannend werden können, doch ich fand es nicht spannend. 
Es gab viele erklärungen die mir einfach viel zu viel waren. Unwichtige beschreibungen und langgzogene Sätze die nicht hätten sein müssen.

Ich war wirklich sehr enttäuscht. Der erste Band hat mich total überzeug obwohl ich skeptisch war, und der zweite hat mich nun echt hängen lassen. Die letzten 50 Seiten waren dann wieder gut und das Ende ist so fies, das ich nun wieder darüber nachdenke den nächsten Band zu lesen und das nach dem sehr bescheidenen Band 2. Hmm schwierig, aber ich bin nun echt neugierig. 
Trotz des guten Endes kann ich nur 2 Sterne vergeben, es tut mir selbst weh, aber ich musste mich zum lesen zwingen -.-

Sterne



Dienstag, 14. Februar 2017

Vaiana - Das Hörbuch

Februar 14, 2017 0 Comments
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Details

Titel: Vaiana
Autor: Suzanne Francis
Leser: Marion Martienzen
Erschienen: 21.11.2016

Audio CD 7,99€
Hörbuch Dowload 6,47€
Verlag Der Hörverlag (Random House Audio)

Genre Kinder (5 - 7 Jahre)


Laufzeit 2 Std 40 Minuten

Inhalt

Vaiana wohnt auf einer Insel im Südpazifik lange vor unserer Zeit. Sie ist die Tochter des Stammeshäuptlings und liebt es, genau wie ihre Vorfahren, mit ihrem Boot aufs Meer zu segeln. Als ihre Familie eines Tages Hilfe benötigt, zögert sie nicht, eine große Reise zu unternehmen. Unterstützt vom Halbgott Maui und in Begleitung des Schweins Pua und des Hahns Hei Hei, begibt sich die talentierte Seefahrerin auf die Suche nach einer von Legenden umrankten Insel.

Bewertung

Das Hörbuch "Vaiana" bassiert auf dem gleichnamigem Disneyfilm und wird von der Synchronstimme einer Protagonistin von Vaiana selbst gesprochen. Das macht das Hörbuch authentisch wie ich finde.

Vaiana muss sich auf die Suche nach dem Halbgott Maui machen, da er vor langer Zeit das Herz der Göttin Te Fiti gestohlen hat ist das Meer erzürnt und Vaianas Volk fängt nicht mehr ausreichend Fische. Natürlich passt Vaiana das sehr gut in den Kram, da sie eh davon geträumt hat auf die See zu fahren, denn sie liebt die See und fühlt sich zu ihr hingezogen.

Als Vaiana auf Maui trifft, weiß der nicht wirklich was sie von ihm will, er meint sie müssten alle dankbar sein.

Maui ist schon ziemlich von sich eingenommen und hält sich selbst für einen großen Helden. Damit hält er auch nicht hinter dem Berg. Mit seinen tanzenden Tattoos gibt er ordentlich an. Er ist aber eigentlich ein total witziger Zeitgenosse und im Herzen doch ein lieber Kerl.

Vaiana ist eine starke persönlichkeit und sehr mutig. Alleine macht sie sich auf die Suche nach Maui und Tefiti um ihre Insel zu retten. Zusammen erleben die beiden und ihre Freunde eine menge Abenteur und überwinden Hindernisse um an ihr Ziel zu kommen. Leicht hat es Vaiana nicht mit ihrem Halbgott, er macht nie das was er soll und bereitet ihr eine menge scherereien.

Anfangs ist das Hörbuch etwas schwierig. Die Geschichte ist nicht so einfach zu verstehen, gerade für die 5 - 7 Jahre Altersangabe. Aber spätestens wenn Vaiana auf Maui trifft wird die Geschichte richtig gut und sehr witzig. Vaiana und Maui necken sich ständig. Als sie dann gegen die "Ungeheuer" antreten müssen wird es ordentlich spannend.

Die 2 Stunden und 40 Minuten Hörzeit ist sehr happig für ein 5 Jähriges Kind. Ich würde eher sagen das das Hörspiel etwas für ältere Kinder ist. So im Grundschulalter, da man sich schon konzentrieren muss um allem zu folgen und manche Witze zu verstehen. 

Trotzdem ist es ein schönes Hörbuch das meinem Sohn (9) sehr gut gefallen hat. Er konnte das gehörte auch sehr flüssig nacherzählen, was heißt das es wirklich angekommen ist ;)

Sterne




Montag, 13. Februar 2017

Japan- Ein Reisebericht

Februar 13, 2017 0 Comments


Japanreise 29.12.2016 - 12.01.2017


Am 29.12.16 ging es für uns zum vierten Mal nach Japan. Genauer gesagt nach Tokyo. Während andere Städtetrips nichts abgewinnen können, ist Tokyo für uns immer ein großes Abenteuer. Es ist unvergleichlich, wunderschön und von der Kultur völlig anders als Europa. Hier verbinden sich die Moderne und das Traditionelle miteinander. Klar, das gibt es in anderen Städten auch. Aber wir sind große Japan Fans, nicht zuletzt wegen der Mangas und der Animes, die wir uns in der Freizeit gerne ansehen. Natürlich auch wegen der Cosplays und der Lolita Mode. Man könnte sagen Japan ist das gelobte Land für uns Fans der Manga und Anime Szene. Nicht zuletzt sind die Kultur des Landes und die historischen Bauten wie Tempel und Schreine sehenswert.
 
Wir sind dieses Mal von München abgeflogen. Die Flugzeit dauert ca.11 Stunden. Man fliegt nonstop größtenteils über Russland und China, bevor man übers japanische Meer Tokyo ansteuert. Dieses Mal sind wir mit All Nippon Airways geflogen. Wir dachten, wenn wir einen Sitz in der Business Class und einen in der Economy Class buchen, könnten wir uns die Plätze nach Belieben aufteilen, aber nix da. Das geht nicht! Das endete damit, dass mein mutiger Gatte in einem winzigen Sitz in der Economy Class hocken musste, während mir das Essen mit Tischdecke serviert wurde und ich richtig liegen konnte. Das ist mir heute noch peinlich, hätte ich das gewusst, dass man nicht einfach Sitze tauschen kann, hätte ich es nicht gemacht. Dabei haben wir die Dame am Schalter extra gefragt, ob das geht, was die mit Ja beantwortet hat.
Ihr fragt euch ob sich das lohnt? Viel zu teuer, mit dem Geld könnt ihr auch was besseres machen. Ich habe die Getränkekarte rauf und runter getrunken gegen Ende, um wenigstens etwas vom dem Geld reinzuholen und alle Gratis Sachen einkassiert. Ach ja, Englisch sprechen können die bei All Nippon Airways auch mehr schlecht als recht. Das ist nicht in Ordnung für eine Fluglinie, die international fliegt.
Japan ist zeitlich im Winter 8 Stunden vor Deutschland. Tokyo befindet sich auf dem gleichen Breitengrad wie Griechenlands Athen. Daher verwundet es auch nicht, das am Straßenrand Palmen aller Arten wachsen. In Tokyo gibt es zwei große Flughafen Narita und Haneda. Der Flughafen Haneda ist näher zu Tokyo, ins Zentrum reist man ca. 1/2 Stunde mit der Monorail.  

30.12

Wir sind nachmittags in Japan angekommen. Leider hatten wir nicht für die ganze Zeit das gleiche Hotel bekommen und mussten daher in eins gehen, was sich nicht im Zentrum befand. Von diesem Hotel konnte man den Flughafen sehen. Gut war das es eine beheizte Klobrille hatte. Aber das Zimmer war wirklich winzig. In der Nähe war ein japanischer Supermarkt. Frische Ware wohin das Auge reicht und natürlich voller Produkte, die man alle ausprobieren möchte. Wir haben ordentlich zugeschlagen. 

31.12.

Wir waren in Shibuya shoppen, dort gibt es einen Disney Store der immer überfüllt ist und dieses Mal haben wir auch im meist besuchten Starbucks der Welt,  an der berühmten Kreuzung von Shibuya, einen Matcha Latte getrunken. Danach haben wir dem Tokyo Tower und dem Zojoji Tempel einen Besuch abgestattet. Dort habe ich auch mein Los fürs neue Jahr gezogen, was nicht so toll war, weshalb ich es an einen Baum gebunden habe, um das Unglück abzuwenden. Warum bekomme ich gerade für dieses Jahr so ein Los?
Neujahr ist für Japaner wie Weihnachten für uns Deutsche. Sie feiern es als Fest mit der Familie, viele Geschäfte sind an Neujahr geschlossen. Alle besuchen Tempel und Schreine um Glücksbringer für das neue Jahr zu kaufen und um eine gute Zukunft zu beten.
Leider konnten wir das neue Jahr nicht am Tokyo Tower feiern, weil in Tokyo keine Bahnen mehr nach Mitternacht fahren. Wir haben Silvester ganz unspektakulär im Hotelzimmer verbracht und eine japanische Idol Show gesehen. Ich fand es nicht so schlimm hätten wir am Tokyo Tower gefeiert wäre das Taxi zum Hotel sehr teuer geworden, ca. 70 Euro. Des Weiteren gab es auch keine offizielle Feier mit Countdown wie zwei Jahre zuvor.

01.01

Am 1.1. haben wir das Zimmer im ersten Hotel geräumt und das Tokyo Grand Hotel in Minato-ku bezogen. Da kannte man uns schon, weil wir schon zweimal da waren. Das Hotel ist zwar schon etwas älter von der Einrichtung her, aber es ist preiswert, das Personal spricht gut Englisch und ist sehr nett. Außerdem ist der berühmte Tokyo Tower in Sichtweite und man ist auch sonst sehr gut angebunden mit Japan Railways (JR) und der Metro.
Das Wetter war an dem Tag so gut, dass man den Fuji-San zwischen den Hochhäusern sehen konnte. Ein gutes Omen für das neue Jahr. Der Tag war seitdem perfekt. Mit JR-Line sind wir nach Akihabara gefahren, um unsere Otaku (Anime- und Manga-) Herzen mit Glücksgefühlen zu füllen. Akihabara ist das berühmte Viertel, wo es alle Arten von Elektrogeräten und Computerzubehör gibt, aber auch Maidcafes und riesige Mangageschäfte. Die Fassaden der Gebäude sind mit bunten Comicfiguren und riesigen Leinwänden geschmückt. Überall junge Leute, die Spaß haben und süße Maids die ihre Cafés bewerben. Ich habe mir dort die aktuelle Sailor Moon CD gekauft.  An diesem Tag haben wir einen japanischen Flohmarkt mit allerlei Händlern gesehen und ich habe nicht eine Figur gekauft. Ich bin so stolz XD.



02.01

Die Japaner haben traditionell Anfang des Jahres  in allen Geschäften großen Ausverkauf. Die Ware ist reduziert und wird lauthals angepriesen. Das ist man von den sonst so zurückhaltenden Japanern nicht gewohnt. Wir waren im Modeviertel Harajuku, wo sich sehr viele gut gekleidete Japaner aufhalten. Die ein oder andere Lolita habe ich auch gesehen, sie sind wunderschön. Ich habe im Bodyline geschoppt und mir zwei schicke Kleider gekauft. Die sind dort unverschämt günstig. In Harajuku gibt es auch jede Menge Second Hand Läden. Dort habe ich einen wunderschönen roten Mantel gekauft, der mir einwandfrei gepasst hat. Japan ist ein Traumland für Leute die kleine Größen tragen.

03.01

Falls man denkt, so einen Tag kann man nicht toppen, der irrt sich, denn der nächste Tag, war auch ein Highlight. Wir haben japanische Kinderspiele in einem wunderschönen Park namens Kyu-Shiba-rikyu Garden ausprobiert. Auch im Winter ist Tokyo schön und sonnig. Weiter ging es nach Odaiba, einen Stadtteil der künstlich in der Bucht von Tokyo aufgeschüttet wurde und als Einkaufs- und Erlebnisparadies schlechthin gilt. Dort gibt es nicht nur eine Freiheitsstatue, sondern man hat den besten Ausblick auf die Skyline von Tokyo - mit der Rainbow-Bridge und dem Tokyo Tower. Um auch mal ein Museum zu besuchen und etwas für die Bildung zu tun, haben wir ein Technikmuseum besucht. Aber das hat uns nicht sonderlich begeistert. Fast alles in Japanisch und schlechten Englisch. Das Klimahaus in Bremerhaven ist definitiv besser und auch viel näher. Danach waren wir in einer Shopping Mall - die Japaner haben scheinbar unendlich viele davon. Dort gab es ein Hello Kitty Café, welches wunderbaren Kaffee im Hello Kitty Stil hatte, mit niedlichem Katzengesicht auf dem Schaum.


04.01

Wenn man Tokyo besucht sollte man es auf jeden Fall von oben gesehen haben. Während der View vom Tokyo Tower und Skytree sehr teuer ist, kann man im Tokyo Metropolitan Government Building (Rathaus) im Stadtteil Nishi-Shinjuku umsonst die tolle Aussicht genießen. Lediglich der Kaffee da oben ist mit 500 Yen sehr teuer, aber der Schoko Kuchen war wirklich ein ordentlicher Schokokuchen der den Namen verdient hat. Nach dem Besuch im Rathaus sind wir in eine weitere Shopping Mall mit dem Namen Sunshine-City gefahren. Hier gibt es ein Pokémon Center mit allerlei Pokémon Merchandise und verschiedene Indoor Erlebnisparks wie Namjatown und J-World. Wir haben Namjatown schon mal besucht, daher war dieses Mal J-World an der Reihe. Wer auf Shonen Animes wie One Piece, Naruto und Dragonball steht, ist hier genau an der richtigen Adresse. Es gibt nicht nur verschiedene Areas mit Aktionsspielen, sondern man kann hier auch themenbezogen zum Anime essen.  Wenn man Glück hat (wir hatten es) trifft man seine Helden wie z.B. Son Goku persönlich. Na wenn das mal nichts ist XD.



05.01

Kommen wir zum teuersten Tag des ganzen Urlaubs. Wir haben die Universal Studios in Osaka besucht. In erster Linie um die Harry Potter World zu erkunden. Mit dem Shinkansen ist man von Tokyo in ca. 3 Stunden in Osaka. Allein Shinkansen fahren lohnt sich schon. Ist aber nicht ganz billig weshalb sich ein Japan Rail Pass lohnen kann. Ich war nicht zufrieden. Harry Potter World ist nur ein kleiner Teil des Parks und man muss Karten ziehen die einen eine Zeit angeben, ab wann man rein darf. Wir mussten 2 Stunden warten, bevor wir rein durften. Der Rest des Parks hat mich nicht so interessiert, auch für die Fahrgeschäfte musste man teilweise bis zu 2 Stunden anstehen. Also sind wir etwas rumgeschlendert und haben einfach nur geschaut. Als wir endlich rein durften war ich schon aufgeregt, Harry Potter ist einer meiner Lieblingsfilme und ich mag diese Welt total. Es ist dort  auch wirklich gut nachgebildet. Alles ist wie im Film, die Details stimmen. Aber es ist einfach zu voll dort um es wirklich zu genießen. Will man ein Bild von etwas ohne Menschen machen, muss man oft lange warten. Auch die Süßigkeiten im Honigtopf sind unglaublich teuer. Was uns nicht davon abgehalten hat welche zu kaufen. Auch der Merch ist erwartungsgemäß teuer. Wir haben dort nichts gekauft, was es nicht auch in Deutschland gibt. Für die Tour durch Hogwarts mussten wir nicht so lange anstehen. Das war in Ordnung.  Fürs Essen dafür umso länger, wir haben ca. 3/4 Stunde gewartet. Das Essen war nicht besonders lecker, aber auch nicht so schlecht, es war ok, das Butterbier war eine Enttäuschung. Wir haben ca. 55€ für 2 Personen gezahlt. Nehmt auf jeden Fall viel Geld mit wenn ihr hin wollt. Danach sind wir auch wieder nach Hause gefahren, wir hatten ja was wir wollten.





06.01.

Das war der Tag an dem ich eine Pause brauchte, wir sind spät aufgestanden, waren kurz in Akihaibara und um vier Uhr lag ich schon wieder im Bett. Mein Mann hat sich noch in diversen Magic Kartenläden rumgetrieben. Aber manchmal muss man die Männer halt ziehen lassen :-)

07.01.

In Tokyo gibt es eine Straße, die Katzenstraße heißt, weil wir neugierig waren und Katzen mögen, sind wir einfach mal hingefahren. Sie liegt in der Nähe des Bahnhofes Nippori und dort gibt es auch viele Tempel, in denen die Nekos (Katzen) wohnen. Tatsächlich gibt es in der Katzenstraße selber keine Miezen, sondern alles mit Miezen drauf. Socken mit Katzen, Geschirr mit Katzen, Badteppich mit Katzen, alles was das Herz begehrt. Und eine ganz tolle Bäckerei mit französischen Gebäck. Gesehen haben wir nur zwei Katzen, wobei die eine sehr scheu war und die andere sich nicht um die Passanten gekümmert hat.
Weil wir in Japan eine Freundin kennen, die dort arbeitet, haben wir sie besucht. Momo-chan arbeitet in einem Pan-Cake Restaurant im Einkaufcenter namens LaLaPort im Stadtteil Chiba. Wir haben dort auch gleich zu Mittag gegessen, es war sehr lecker und dann hat Momo-chan und ihre lieben Kollegen noch ein fettes Sahne Häubchen obendrauf gesetzt, indem sie uns den besten Nachtisch aller Zeiten geschenkt haben. Der war so süß gemacht und oberlecker. Wir waren so satt und glücklich, danke noch mal dafür liebe Momo-chan. Im LaLaPort gibt es auch ein Pokemoncenter wo man ein riesen Pikachu knuddeln konnte.


08.01.

Als Fans von Totoro und aller Ghibli Filme ist es ein Muss das Ghibli Museum im Stadtteil Mikaka zu besuchen. Wir waren schon dreimal da und jedes Mal haben wir es versäumt Karten vorzubestellen. Die Karten müssen immer im drei Monate im Voraus gekauft werden, über eine deutsche Seite. Diesmal habe ich daran gedacht und wir hatten Karten für den Sonntag bekommen. Das Museum war schon schön, im Sommer ist es bestimmt draußen noch besser. Hier wurde viel auf Details geachtet, von kleinen Rußmännchen  bis hin zum typischen europäischen Design im Romantik Stil. Es gab einen riesigen Katzenbus zum reinsetzen, der war flauschig und beheizt.
Es wurde mit einfachen Mitteln gezeigt, wie ein Zeichentrickfilm entsteht und welche Arbeiten dafür notwendig sind. Das fand ich besonders toll. Teilweise haben die Japaner Ausflüge nach Europa unternommen um sich Inspiration zu holen. Bei Heidi haben sie manche Sachen eins zu eins umgesetzt. Das Cafe war leider zu voll die Warteschlange davor war riesig. Wir haben dort nicht gegessen. Leider war da ein Kind, das so furchtbar geschrien hatte, das uns die Ohren weh taten. Gut das wir da schon mit allen durch waren.
Auf dem Weg zurück haben wir einen winzigen Laden einer alten Obasan (Oma) gefunden, der wunderschöne Ghibli Sachen hatte, viel schöner als die im Museum. Ich habe mir dort ein paar Kleinigkeiten gekauft und Obasan hat sogar die Visa Karte genommen. Liegt direkt auf dem Weg zum Museum und hat das Schaufenster voller schöner Sachen, haltet die Augen offen wenn ihr mal da seid.



Danach waren wir im Mekka von Fans für Retro Sachen- die Läden des Mandarake im Nakano Broadway. Hier gibt es japanisches Kinderspielzeug, das zum Teil in den Jahren des zweiten Weltkrieges produziert wurde. Schöne alte Teile aus Blech, die aber schier unerschwinglich teuer sind.
Auch für Fans von Sailor Moon gibt es mittlerweile einen eigenen Laden. Hier kann man Teile aus der Anfangszeit  von Sailor Moon den 90ern erstehen. Manchmal ist auch was preiswertes dabei, die meisten Sachen sind aber ziemlich rar und entsprechend teuer. Ich habe eine CD und viel Kleinkram gekauft. Teure Zepter passen nicht so gut in den Koffer und belasten das Reisebudgut enorm. Außerdem habe ich mir vor zwei Jahren schon eine richtige Rarität gegönnt und bin damit noch recht zufrieden. Man muss ja nicht alles haben was man so sieht. Wenn man das im Hinterkopf hat, kann man ganz gut da durch gehen.
Obwohl  ich schon mehrere Male sabbernd vor dem Glas hing und die Japaner sich dann immer fragen was der blöde Gaijin (Ausländer / Nichtjapaner) da macht, kann man von dem Merchandise nie genug bekommen. Was meinen Mann immer sehr amüsiert, weil ich dann Sätze sage: <<Bitte nur noch ein bisschen gucken, nur 5 Minuten oder 10! Bittteeee!!>> Aber am Ende siegt dann doch die Vernunft und es bleibt beim anschauen.


Nachdem wir ordentlich im Nakano Broadway geschaut haben, sind wir zum besten Sushi Restaurant gegangen, dass uns bekannt ist. Hier gibt es feines Sushi vom alten Sushi Meister persönlich zubereitet und serviert. Sushi vom echten Japaner ist zart und zergeht auf der Zunge. Der Geschmack des Fisches mit dem Hauch Wasabi harmoniert mit dem lockeren und doch bissfesten Reis. Das Sushi vom Asiaten beim Westpark in Ingolstadt ist eine Beleidigung dagegen. Einzig der richtige Japaner in Ingolstadt kann da mithalten - dafür zahle ich gerne ein paar Euro mehr. Wir haben für dieses Sushi auch weniger gezahlt als wir für das Essen in Harry Potter World gezahlt haben.

09.01.

Weil wir im ganzen Urlaub noch nicht am Mejii-Schrein im Stadtbezirk Shibuya waren, haben wir den am Montag besucht. Der Shinto Schrein ist dem Mejii Kaiser und seiner Frau gewidmet. Das erste Mal waren wir auf unserer allerersten Japanreise mit einer Reisegruppe da, danach nicht mehr. Er ist immer noch so schön wie beim ersten Mal. Um den Schrein befinden sich viele alte Bäume und große Tori aus Holz und Beton. Am zweiten Montag im neuen Jahr feiern junge Menschen die im vergangen Jahr 20 geworden sind, ihre Volljährigkeit. Die Japanerinnen ziehen für das Fest der Volljährigkeit einen wunderschönen Kimono an und schmücken ihr Haar kunstvoll. Wir haben an diesem Tag sehr viele hübsche Mädchen im Kimono gesehen. Schade das sich die Jungs nicht auch so prachtvoll kleiden, wobei ein Anzug auch immer recht chic ist. Nach dem Besuch des Schreines sind wir auf der berühmten Takeshita dori street gewesen und haben etwas geschoppt. In Harajuku gibt es außerdem einen Spielzeugladen der Kiddy Land heißt. Dieser Laden hat 4 Etagen voller schöner Sachen, die nicht nur Kinder glücklich machen. Unter anderem gibt es einen Bereich mit Star Wars, Hello Kitty und Ghibli Merchandise. Auch die neuesten Sailor Moon Produkte kann man hier finden. Ich habe mir Sailor Moon Badekugeln und Handcreme gekauft. Manche Sachen waren wegen Neujahr heruntergesetzt, daher hat auch noch ein flauschiger Hello Kitty Pulli den Weg in meinen Einkaufskorb gefunden. In Kiddy Land nehmen wir immer was mit, die Preise sind in Ordnung .

10.01.

Nikko sollte auch auf der Liste stehen wenn man Japan besucht. Wir haben es dreimal nicht geschafft Nikko zu besuchen, aber jetzt haben wir es gesehen. Es ist sehr schön da. Dort ist alles etwas ländlicher und auch ruhiger. Die Uhren gehen gefühlt langsamer als in Tokyo, auch die Menschen sind anderes. Wir haben den berühmten Tōshōgū-Schrein besucht. Der Schrein wurde vom Tokugawa Leyasu, dem Gründer der Tokugawa Dynastie gebaut und ist ein Weltkulturerbe der UNESCO. Und das völlig zu recht. Der Shinto Schrein wurde mitten im Wald erreichtet. Eigentlich ist es eine riesige Grabanlage, wo die Asche des Tokugawa Leyasu in einer riesen Urne zwischen mächtigen und alten Bäumen ruht. Hier kann man auch die berühmten drei Affen sehen. Der Affe der nichts hört, der der nichts sieht und der der nichts sagt. Alle Gebäude sind reich mit Schnitzereien und Gemälden verzieht. Überall Gold und Prunk. Ganz ungewöhnlich für den Shintoismus, der sonst eher zurückhaltend und etwas dezenter ist. Man könnte sagen ein bisschen wie Neuschwanstein für Japaner.




11.01.

Wenn man in Tokyo ist sollte man dem Park am Kaiserpalast einen Besuch abstatten, den kann man nämlich umsonst besuchen und er ist auf jeden Fall sehenswert. Rund um den Kaiserpalast sind riesige Hochhäuser, jedoch sind sie so weit entfernt, das niemand hinter die Palastmauern sehen kann. So hört man in diesem Park nur die Vögel piepsen, inmitten japanischer Gartenlandschaft und das in einer der größten Städte der Welt. Leider ist das Gras im Winter gelb statt saftig grün. Im Frühjahr oder Herbst sieht es bestimmt noch besser aus. Während es mir im Sommer in Tokyo zu heiß und zu feucht wäre. Die Tokyo Station wird Menschen die den Bahnhof in Amsterdam kennen wage bekannt vorkommen, die Japaner haben ihn nämlich diesem Stil nachempfunden. Damals galt das als chic und weltoffen. Dieser Bahnhof sieht neben den riesigen Hochhäusern etwas verloren aus, ist aber ein interessanter Kontrast und passt völlig in diese Stadt.
Danach waren wir nochmal in Shibuya shoppen und am Tokyo Tower im One Piece Cafe. Ich liebe die leckeren Crêpes mit Schlagsahne und Früchten, die man am Tokyo Tower kaufen kann. Also habe ich einen davon genascht. Danach haben wir uns mit übervollen Koffern herumgeschlagen, die nicht zugehen wollten und sind früh ins Bett.

12.01.

Am Donnerstag sind wir wieder zurück nach Deutschland geflogen, diesmal mit der Lufthansa, wo auch die Holzklasse völlig in Ordnung ist. Hier sprechen die Reisebeleiter Deutsch, Englisch und auch eine Japanerin war dabei. Also sehr professionell. Das Essen war gut, nur das Mittagessen habe ich nicht gegessen, weil mir kurz vor der Landung plötzlich Kotzübel war - was für eine Verschwendung von guten Essen. Schon sind wir wieder in Bayern, wo der Berliner Krapfen heißt und die Bevölkerung so komisch spricht.
So wer es bis hier geschafft meinen Text zu lesen ist echt gut XD Der Bericht einfach verfasst und ich habe bewusst auf genaue Ortsbeschreibungen und Anfahrtsbeschreibungen verzichtet. Wer Tipps und Anfahrtsbeschreibungen rund um Tokyo haben möchte, kann sich gerne bei mir melden. Der bekommt alles nochmal ausführlicher. Ich kenne gute Hotels, schicke Restaurants, die besten Läden für Manga und Anime, sowie fast alle Hot Spots in Tokyo. Außer am Skye Tree da war ich noch nie, ich mag den Tokyo Tower einfach lieber.

Liebe Grüße
Marina

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