//Rezension// Manga / Spezial / Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft - Der Manga

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Dieser Manga ist nix für schwache Nerven. 

Details

Titel: Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft - Der Manga
 Mangaka: Yuta Kumagai
Orginalwerk: Swetlana Alexijewtisch 
Verlag: Carlsen Manga
 Erschienen: 24.03.2026
Genre: Manga / Special
Seiten: 194
Preis Manga: 12,00€
 
 

Darum geht es:

 Am 26.04.1986 ändert sich für die Bewohner rund um das Atomkraftwerk in Tschernobyl alles. Der Reaktor 4 im Kraftwerk explodiert und verseucht die Umgebung. Doch zuerst wird die Gefahr als solche nicht der Öffentlichkeit mitgeteilt. Erst als klar wird welche Folgen die Atomkatastrophe hat, werden die Menschen evakuiert. Doch da war es für viele schon zu spät. Die unsichtbare Gefahr wird ihr Leben für immer verändern.

Der erste Band erzählt die Geschichten fünf überlebender Protagonisten. Heute ist ihre Heimat rund um die Stadt Pripjat versucht. Rückkehr unmöglich.

Meine Bewertung:

Dieser Manga ist eine emotionale Achterbahnfahrt und nichts für leichte Lesestunden. Er ist hart und sehr traurig, die Geschichten bewegend. Holt echt schonmal eine Packung Taschentücher. Das Schlimmste daran ist auch das es keine Fiktion ist, sondern das diese Geschichten so passiert sind. Es geht um Menschen, die Träume hatten und glücklich lebten, bis das Reaktorunglück ihr Leben für immer veränderte. Es sterben Menschen in diesem Manga, sie erleiden Traumata oder Krankheiten, mit denen sie auch noch heute leben müssen. Das alles ist sehr tragisch, aber trotz allem wichtig zu lesen, denn man darf niemals die Gefahr vergessen die von Atomkraft ausgeht. Sie ist nicht sichtbar jedoch tödlich.

Ich finde es gut, dass es auch Manga mit solchen Themen gibt. Die Auswahl ist wirklich viel größer und noch viel breiter in den letzten Jahren geworden. Das ist ein Manga, den sich so auch Erwachsenen ohne Manga Erfahrung empfehlen würde.
 
Zeichnungen:
Das Cover sieht auf den ersten Blick romantisch traurig aus. Der Fokus geht als Erstes auf die Blumen und die weinende Frau. Erst beim genaueren Hinsehen fällt auch der Schatten vom Kraftwerk Tschernobyl auf. Das Kraftwerk liegt sozusagen lauernd im Hintergrund und wurde auch mit einer anderen leicht lila schimmernden Farbe gedruckt. Auch die Natur um das Kraftwerk, wie Bäume und Blumen sind in dieser Farbe gedruckt. Das schimmernde Bild im Hintergrund umrahmt die weinende Frau mit den Blumen, so wie die Strahlung die Menschen auch in der Geschichte umgibt. Zumindest würde ich das Cover so interpretieren.

Die Gesichter der Protagonisten sind ausdrucksstark. Auf ihnen liegt der Fokus, denn um sie geht es auch. Der Mangaka hat hier einen realistischen Zeichenstil. Also kein "Großaugenmanga". 

Fazit: 
Wer Manga mit historischen Hintergrund gerne liest oder das Thema allgemein interessiert, sollte hier zugreifen. Ich kann ihn nur empfehlen. Die Gesichten sind bildgewaltig und emotional aufgearbeitet. Der Manga zeigt auf, wie labil doch die Welt eigentlich ist und wie schnell man sein Glück und alles was man liebt verlieren kann. 
 

Bildrechte: Verlag
Cover: Verlag und Illustrator
Beitrag kann Werbung enthalten (unbezahlt und ohne Auftrag)
Dieser Beitrag gibt meine freie Meinung wieder.
 
Danke an Carlsen für das Rezensionsexemplar.
 
Kati hat 2017 das Hörbuch Gespräche mit Lebenden und Toten von Swetlana Alexijwitch vorgestellt: Klick mich . Ich denke diese Storys sind hier im Manga zeichnerisch umgesetzt worden. 
 




 

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