//Rezension// Fantasy/Raskova und die Macht der Schatten

Werbung gem. TMG /Rezi./ Fantasy 
Dieser Roman entführt uns in eine Welt, in der Holz und Wälder gemieden werden. Hier muss Yulya sich neuen Herausforderungen stellen, denn das Holz reagiert auf sie und das bedeutet in ihrer Welt nichts Gutes.


Details:

Titel: Raskova und die Macht der Schatten
 Autorin: Sascha Sprikut
Verlag: Edition Paashaas Verlag
 Erschienen: Buch 10.05.2026 /eBook 04/26
Genre: Fantasy 
Seiten:  623 (ebook)
Preis Taschenbuch: 17,50€
E-Book: 8,99€ 
 

Darum geht´s:

Yulya ist ein Einzelkind und wohnt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf in der Einöde. Sie lebt in einer Welt, in der Holz gefährlich ist und seinen unheimlichen Schatten über die Welt wirft. Die Kirche der Götter gibt den Menschen halt. Doch Yulya ist anders als die anderen, sie trägt die Schatten, die alles vernichten können, in sich. 

Als ihre "Gabe" entdeckt wird muss sie aus dem Dorf fliehen. Sie macht sich auf in die nächste Stadt, um ihre Freundin Natascha zu treffen. Doch als sie die Stadt erreicht muss sie feststellen, dass ihre Freundin von Menschenhändlern verschleppt wurde. Mutig fasst Yulya einen Entschluss, sie muss Natascha finden und retten, denn das ist sie ihrer besten Freundin schuldig. Doch da sind die Schatten die drohend über ihr wabernd bereit sie zu einzunehmen, wenn sie die Kontrolle verliert. Wie weit wird Yulya gehen, um Natascha zu retten?

Meine Bewertung:

Das ganze Buch ist eine klassische Heldinnenreise. Es gibt eine Herausforderung die bewältigt werden muss. Die Heldin lernt mehrere Charaktere kennen, die sie auf ihrer Reise begleiten. Alles spielt in einem mittelalterlichen und russisch angehauchten Setting. Es ist ein Buch für Leute, die gerne Abenteuerromane mögen. Es gibt bis auf die Schatten weniger Fantasy Elemente also z.B. keine anderen Lebewesen wie Orks, Feen oder ähnliches. Ich hätte mir hier für die Geschichte auch was im Bereich Urban Fantasy vorstellen können.

Ich fand es großartig das Yulya sich auf die Suche nach ihrer Freundin Natascha macht. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob sie das auch getan hätte, wenn sie durch die Prüfung gekommen wäre. Ihr etwas unsicherer Charakter entwickelt sich im Laufe des Buches, aber eigentlich ist sie doch recht naiv unterwegs. Die Suche der Freundin bestimmt den größten Teil der Handlung, denn Natascha zu finden ist gar nicht so einfach und Yulya werden viele Hürden in den Weg gestellt. Für mich nimmt ihr "Schatten" etwas zu wenig Handlungsspielraum ein. Ich dachte eigentlich, dass sie ständig damit zu kämpfen hat und er allgegenwärtig ist. Der Schatten bekommt erst im letzten Handlungsstrang erst richtige Bedeutung. Ich hätte mir das schon vorher gewünscht, weil er doch recht mächtig ist.

Zum Plot: Im Buch gab es zwei Stellen, die einen als Leser völlig überrascht haben, weil sie so plötzlich kamen. Ich bin da nicht richtig mitgekommen. Der Sprung der Handlung war meiner Meinung nicht so gelungen. Stellt euch vor das eine Kapitel endet mit einer entscheidenden Szene zwischen zwei Personen und im nächsten Kapitel liegt Yulya bewusstlos auf einen Karren und hat inzwischen eine größere Reise hinter sich und bereits neue Leute kennengelernt, die in diesem Kapitel auch erst eingeführt werden. Das hat mich total verwirrt, ich habe ständig gedacht, dass mir hier etwas fehlt, auch wenn die Personen rückblickend darüber geredet haben. Irgendwie habe ich mich betrogen gefühlt, dass mir diese Szenen genommen worden sind. Vielleicht hat man es als Stilmittel auch extra eingeführt, weil die Szenen auch alltäglich waren. Jedoch sind die neuen Personen wichtig für die restliche Handlung. So ein Stilelement des schnellen Wechsels des Settings findet man später in der Handlung nochmal. Auch da hatte ich das Gefühl, das mir vom Handlungsfaden etwas fehlt. Gleichzeitig ziehen sich manche Szenen zu lang, da hätte man kürzer ans Ziel kommen könnten.

Mir ist auch aufgefallen, das die einzelnen Handlungstränge von Yulyas Reise sehr sauber getrennt worden sind. Yulya geht einen geraden und geplanten Weg durch das Buch. Jede Handlung von Yulya ist durchdacht geschrieben, der rote Faden ist sowas von erkennbar. Das ist allgemein vom Stilmittel super, aber es war gefühlt wie aus dem Lehrbuch. Da fehlte mir noch etwas mehr Aufregung und das Herzklopfen an bestimmten Stellen. Oft habe ich auch Reaktionen von Charakteren nicht verstanden. Sie waren für mich unrealistisch oder viel zu heftig. Mit Maria bin ich überhaupt nicht warm geworden, weil sie zwei schwer einschätzbare Persönlichkeiten hat. Das hat dann auch Yulya feststellen müssen zu ihrem Leidwesen. Was ich am Anfang auch nicht kapiert habe, ist das die Autorin die Protagonisten abwechselnd in der russischen Variante benennt. Bei Maria z.B. Mascha und Grischa oder Grigori für Sascha. Wenn man das nicht weiß, ist es etwas verwirrend. Vielleicht kann die Autorin das für unwissende in einem Glossar aufklären. Das hat mir tatsächlich in dem Buch gefehlt. Ich hätte auch gerne mehr über die russische Kultur, die in dem Buch eingeflossen ist gelernt.

Die Printausgabe hat eine Karte.
  
Fazit: 
Spannende Reise einer Heldin, die ihren Weg noch finden muss. Für mich ist es eine Abenteuerreise durch eine russich angehauchte Welt, mit ein bisschen Fantasy.  

Bewertung: 


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Foto: Lesefieber-Buchpost
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Vielen Dank an Mira für das Rezensionsexemplar :-)




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