Hey zusammen, die liebe Tanja von Der Duft von Büchern rund Cafe (
Zum Blog) hat auf ihren Blog eine Lesetour mit Buch gestartet. Ausgewählt hat sie das Buch Momo. Bei jeder Station wo das Buch ankommt, soll es natürlich gelesen und besprochen werden. Außerdem sollte das Notizbuch mit Gedanken und kreativen Einfällen gefüllt werden.
Als das Buch bei mir ankam, hatte es schon einen wunderschönen selbst gestalteten Buchschnitt. Dort waren überall Uhren draufgemalt. Es sieht echt schön aus. Im Notizbuch habe ich süße Zeichnungen von den Charakteren gefunden. Jetzt musste ich mir etwas einfallen lassen. Aber, weil die Sachen schon so toll waren, war das gar nicht so einfach. Daher habe ich mich auf meine Stärken besonnen. Zeichnen mache ich zwar auch gerne, aber ich liebe es Texte und Aussagen zu analysieren. Und die von Michael Ende in Momo verleiten einen gerade dazu. Also habe ich das Buch gelesen und während ich so las meine liebsten Stellen markiert. Denn das fehlte im Buch noch. Das Notizbuch habe ich mit diesen Zeilen gefüllt und ein paar meiner Gedanken hinzugeschrieben. Nicht alle, sonst hätte ich viel mehr schreiben können. Aber da wäre dann später auch niemand mehr mitgekommen, weil es oft schnell zu wirr wird. Wahrscheinlich auch ein Grund warum ich selber keine Bücher schreibe.
Aber kennt ihr Momo von Micheal Ende überhaupt? Ich meine so richtig als
Buch oder nur vom Film? Ich glaube, viele Klassiker werden zwar zitiert
aber weniger gelesen heuzutage. Daher habe ich mich gefreut das Tanja
dieses Buch ausgewählt hat.
Zitate aus Momo:
Seite 40:
"Man darf nie an die ganze Staße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich"
- Bedeutet wohl, dass man zwar das "große Ganze" überblickt, man bei der Erreichung seiner Ziele jedoch eher in Etappen denken sollte, so werden schneller viele "kleine Ziele" erreicht und die Motivation bleibt - Lesefieber-Buchpost
Seite 80:
Aber Zeit ist Leben und das Leben wohnt im Herzen und je mehr die Menschen daran sparten, desto weniger hatten sie"
Seite 97:
"Und wenn er manchmal mit Schrecken gewahr wurde, wie schnell und immer schneller seine Tage danhinrasten, dann sparte er umso verbissener"
Seite 179:
Und alle Zeit die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren, wie die Farben des Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben"
- Schätze die Zeit, die dir gegeben ist, sonst ist es ein verlorenes Leben, ein verlorener Moment - Lesefieber-Buchpost
Seite 186
"Warten, Kind, wie ein Samenkorn, das in der Erde schläft einen ganzen Sonnenkreis lang, ehe es aufgehen, kann"

Seite 271:
"man verlernt das Lachen und das Weinen...."
"Man hastet mit leeren, grausamen Gesicht umher, man ist genauso geworden wie die grauen Herren selbst. Ja dann ist man einer der Ihnen. Diese Krankheit heißt: die tödliche Langeweile!"
Rezension
Darum geht es:
Eines Tages taucht ein kleines Mädchen auf. Sie heißt Momo, sie hat eigentlich nichts und doch alles. Denn Momo hat Zeit und so besuchen sie bald sehr viel Menschen, die sich um Momo kümmern und ihr alles erzählen, denn Momo liebt zuhören. Doch eines Tages kommen immer weniger Menschen. Männer in Grau besetzen die Stadt und klauen den Menschen ihre kostbare Zeit, denn sie brauchen diese selber zum Überleben. Weil Momo aber so viel Zeit hat und nicht auf die Herren in Grau hereinfällt, ist sie diesen ein Dorn im Auge. Es steht fest, Momo muss weg. Doch der Herr der Zeit hat die kleine Momo unter seinen Schutz gestellt. Aber wenn man nicht an Momo selbst herankommt dann vielleicht an ihre Freunde. Denn, wenn Momo niemand mehr zuhören kann vereinsamt sie und verschwindet vielleicht bald von selber. Aber Momo gibt nicht auf. Kann sie ihre Freunde und die Stadt vor den Grauen Herren retten?
Meine Bewertung:
Michael Ende ist wohl nicht umsonst ein großartiger Kinderbuchautor. Aber dieses Buch ist viel mehr als nur ein Kinderbuch. Es ist eine Ermahnung an einen selbst sich seine Zeit nicht klauen zu lassen. Und das passiert den Erwachsenen weit aus mehr als Kindern. Das Thema ist aktueller denn je, denn Menschen lassen sich Zeit von ihren Handys und Social Media klauen. Was nützt einen die Zeit, wenn wir uns nicht mehr an diesen Augenblick erinnern. Außerdem zeigt die Geschichte, dass Menschen, die Liebe füreinander und die Zeit, die man einen schenkt, viel wertvoller ist alles andere. Jeder Mensch wurde im Buch unglücklich, als er sich nicht mehr Zeit für seine liebsten Menschen nahm. Besonders die Kinder litten darunter als die Eltern anfingen Zeit zu sparen, denn an Zeit mit ihren Kindern sparten sie als Erstes. Das war schon ziemlich traurig.
Jeder Charakter in diesem Buch ist wohldurchdacht und hat eine Bedeutung. Die wichtigsten sind Momo, Bebo Straßenkehrer, Gigi der Geschichtenerzähler, Meister Hora, der Verwalter der Zeit und die Schildkröte Kassiopeia die eine halbe Stunde in die Zukunft sehen kann. Der Straßenkehrer Bebo ist die Beständigkeit, er lässt sie nicht so einfach hereinlegen von den grauen Herren. Momos Freund ist eher ein Selbstdarsteller und sehr unsicher. Er ist sehr schnell im Netz der grauen Herren gefangen. Auch wenn er weiß, dass es eigentlich falsch ist. Sie sind sozusagen die beiden Schwellen, die ein Kind übertritt zwischen dem Kindsein und der Erwachsenenwelt. Ein übermütiger Charakter und ein eher Besonnener der achtet auf das, was er macht. Passt man nicht auf, ist man als Erwachsener in der Welt der Grauen Herren gefangen. So würde ich die ganze Geschichte jetzt für mich interpretieren. Ich denke da haben ganze Generationen von Deutschlehren sich schon gefreut als sie Momo fürs nächste Schuljahr als Lektüre für den Deutschunterricht herausgesucht haben. Da kann man ja ordentlich was in die Aufsätze schreiben.
Bewertung:
Lesen, wenn noch nicht gemacht! Unbedingt!
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