//Rezension// Asiatische Mythologie / Mystisch / Rückkehr nach Osten - Band 1 Erwachen - mit Interview
Werbung gem. TMG /Rezi.Ex./Asiatische Mythologie/Erstlingswerk
Heute darf ich euch das Buch von Wu Huangji. Auch sie hat ihren ersten Roman veröffentlicht. Dazu gibt's auch ein Interview mit der Autorin. Seid gespannt.
Details:
Titel: Rückkehr nach Osten - Band 1 Erwachen
Autorin: Wu Huangji
Verlag: BoD Books on Demand
Erschienen: 21.10.2025
Genre: Fantasy / Urban Fantasy
Seiten: 562
Preis: 21,99 €
Genre: Fantasy / Urban Fantasy
Seiten: 562
Preis: 21,99 €
Darum geht´s:
Xiyuan sammelt gerne chinesische Antquitäten. Als sie ein besonderes Siegel entdeckt ist klar. Sie muss es für ihre Sammlung haben. Es stellt sich heraus, das Siegel ist besonders und hat eine Geschichte, die eng mit Xiyuan verbunden ist. Es weckt in ihr den Wunsch, ihre Herkunft genauer zu erforschen. Sie macht sich auf die Reise nach China. Eine fanastische mystische Reise voller Rätsel und eine magische Welt erwarten sie.Meine Bewertung:
Am Anfang lernen wir Xiyuan kennen. Sie sammelt gerne historische Objekte und ihr Mann hilft ihr dabei. So ganz zufällig wird sie durch ein Siegel an ihre Vergangenheit erinnert und muss diese nun unbedingt ergründen. Also macht sich Xiyuan auf nach Istanbul, um dort ihre Reise zu starten. Durch Verbindungen lernt sie Matteo kennen, der ihr dann auf dem weiteren Trip nach China folgt. Wie durch Magie landen sie in einer sonderbaren Unterkunft die Xiyuan immer mehr von der Außenwelt abschottet. Insgesamt passiert in der Unterkunft viel Seltsames und Xiyuan lässt sich einfach treiben und hinterfragt nichts. Auch Matteo kommt nichts seltsam vor. Aber ob diese Geschehnisse wichtig für Xiyuans Reise sind weiß man erstmal nicht. Sie passieren einfach. Hier vermischen sich die Realität und die mystische Welt. Aber warum genau wird in diesem Band nicht ganz aufgeklärt.
Generell ist die Hauptprotagonistin immer sehr müde und schläft einfach überall gerne ein. Dabei träumt sie viele Dinge, die ihr in Nachhinein wie die Realität vorkommen. Dieser Kniff ist zwar gut, aber wird viel zu oft in dem Roman angewendet. Fast so als würde Xiyuan in der Traumwelt eine zweite Existenz haben, das wird aber sonst nicht weiter thematisiert. Generell plätschert die Handlung ziemlich zäh dahin. Man weiß leider nicht, wohin die Autorin mit einem möchte und ich glaube, Xiyuan weiß es auch nicht so ganz. Bis auf die Hauptprotagonistin sind auch alle Charaktere so farblos, mit wenig Charakter und sie blieben mir auch nicht lange im Gedächtnis. Ich frage mich auch, warum die Autorin den Ehemann Mike so ausschließt. Den fand ich tatsächlich am besten. Er hätte wahrscheinlich die Sache vorangetrieben. Vielleicht kommt er ja noch in den anderen Teilen hinzu. Die sprechende Schmuckschatulle hat zu lustigen Momenten geführt, was aber die Aufgabe der Schatulle ist bleibt noch ein Geheimnis. Xiyuan hat sie halt einfach und sie kann auch ganz fantastische Dinge. Warum erfährt man allerdings nicht. Sie ist so wie eine gute Mentorin für ein Magical Girl, wie ich finde.
Was ich richtig toll fand, war der Bezug zur chinesischen Kultur. Das war eigentlich auch der Grund, warum ich das Buch dann lesen wollte. Das Cover ist mysteriös und Asien hat mich schon immer fasziniert. Xiyuan schläft z. B. in einem Qian-Gong-Babu Bett, zunächst wusste ich gar nicht was ich mir darunter vorstellen sollte. Ein Bett so groß wie ein Raum, gezimmert aus kostbaren Holz mit vielen Verzierungen. Es wird auch die chinesische Religion Daoismus thematisiert. Ziemlich spannend, aber die Riten und Lehren sind mir nicht mehr ganz geläufig. Hier wäre in Glossar mit kurzen Beschreibungen hilfreich gewesen. Die Erwähnung von historischen Bauten wie Tempeln, Häusern und ähnlichem fand ich gut gelungen. Man konnte es sich immer gut bildlich vorstellen. Das hat für mich Xiyuans Welt lebendig werden lassen. An den liebevollen Beschreibungen, merkt man das die Autorin hier eine besondere Liebe zu Asien hegt.
Was ich richtig toll fand, war der Bezug zur chinesischen Kultur. Das war eigentlich auch der Grund, warum ich das Buch dann lesen wollte. Das Cover ist mysteriös und Asien hat mich schon immer fasziniert. Xiyuan schläft z. B. in einem Qian-Gong-Babu Bett, zunächst wusste ich gar nicht was ich mir darunter vorstellen sollte. Ein Bett so groß wie ein Raum, gezimmert aus kostbaren Holz mit vielen Verzierungen. Es wird auch die chinesische Religion Daoismus thematisiert. Ziemlich spannend, aber die Riten und Lehren sind mir nicht mehr ganz geläufig. Hier wäre in Glossar mit kurzen Beschreibungen hilfreich gewesen. Die Erwähnung von historischen Bauten wie Tempeln, Häusern und ähnlichem fand ich gut gelungen. Man konnte es sich immer gut bildlich vorstellen. Das hat für mich Xiyuans Welt lebendig werden lassen. An den liebevollen Beschreibungen, merkt man das die Autorin hier eine besondere Liebe zu Asien hegt.
Schreibstil:
Man merkt hier noch das die Autorin unerfahren ist. Es ist ein Erstlingswerk und jeder schreibende weiß, wie schwer es ist seine Gedanken aufs Papier zu bringen. Jeder fängt halt mal an und dann gleich so ein umfangreiches Werk. Der Schreibstil ist noch holprig und nicht ganz ausgefeilt. Stellenweise werden ganze Sätze innerhalb kurzer Absätze wiederholt. Das zieht nicht nur das Kapitel in die Länge, es ist auch nicht nötig, weil man es beim ersten Mal schon verstanden hat. Man hätte stattdessen schreiben können, das z.B. Xiyuan das Gesagte verstanden hat. Im Buch hat sie es halt wiederholt und dann ging es erst in der Geschichte weiter. Das hat mich persönlich beim Lesefluss gestört. Allerdings fand ich das es im Laufe des Buches besser wurde.
Auch haben oft die Charaktere in wörtliche Sprache mit "Haha", "Hahaha" oder "Hehe" gelacht. Dabei wurden nie die Emotionen beschrieben, wie der Charakter lacht. Ist es freudig, hinterhältig, böse, gemein, belustigt, sanft, stark usw. Es gibt so viele Arten zu lachen und man hat es einfach nie einschätzen können wie jetzt bei ihnen die Stimmung ist. Für mich klang das Lachen dann irgendwie immer negativ, so von oben herrab, weil oft auch ganz plötzlich kam. Man hätte auch statt dem wörtlichen "Haha" auch z.B. schreiben könnten – Sie lachte freundlich zurück /Er lächelte sie belustigt an /Sie grinste hämisch oder Man hörte von der Treppe ein freudiges Lachen.
Mir ist auch aufgefallen, das die Autoren oftmals Nachnamen wie Vornamen verwendet hat. Es heißt am Anfang z.B. Herr Hoffmann / Herr Gustav, dann hat sie aber auch mal nur Hoffmann / Gustav ohne das Herr geschrieben. Hier und da wird es abwechselt gehandhabt.
Ich weiß nicht, ob sich ein professionelles Lektorat den Text vorher angeschaut hat. Das hilft bei der Textbearbeitung u.a. sehr viel weiter. (Anmerkung - bitte lest euch auch das Interview durch, hier klärt Wu Huangji einiges auf und ich wünschte ich könnte es in der Orginalsprache lesen, großer Respekt meinerseits das alles auf Deutsch zu übersetzen)
Fazit:
Eine Reise mit Potenzial, aber noch recht holpriger Umsetzung (Übersetzung). Da geht definitiv noch mehr.
Bewertung:
Bildrechte
Foto: Lesefieber-Buchpost
Cover: Verlag und Illustrator
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Dieser Beitrag gibt meine freie Meinung wieder.
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Vielen Dank an Wu Huangji das sie mir ihr Erstlingswerk anvertraut hat.
Interview
1. Kannst du dich bitte kurz vorstellen?
Ich bin in China, in der Nähe von Shanghai geboren, habe dort ein
Wirtschaftsstudium absolviert und lebe seit 2000 im Umland von München.
Ich war hier mehrere Jahre im Bereich der Wirtschaftsförderung in
Deutschland tätig.
Ich bin in China, in der Nähe von Shanghai geboren, habe dort ein
Wirtschaftsstudium absolviert und lebe seit 2000 im Umland von München.
Ich war hier mehrere Jahre im Bereich der Wirtschaftsförderung in
Deutschland tätig.
Gemeinsam mit meinem deutschen Ehemann teile ich außerdem eine große
Leidenschaft für Antiquitäten. Auf Reisen, Auktionen, Flohmärkten oder
in kleinen Läden sind wir oft auf der Suche nach besonderen Stücken mit
Geschichte – aus Europa ebenso wie aus Asien. Diese Liebe zur
Vergangenheit und zu Dingen, die Geschichten erzählen, fließt auch in
meine literarische Arbeit mit ein. Die Verbindung zwischen den beiden
Kulturen begleitet mich also bereits seit vielen Jahren und prägt auch
mein Schreiben. Welchem ich mich die letzten Jahre intensiver widme.
2. Wie bist du auf die Idee deinen Roman zu schreiben gekommen?
Dies hat sich mit dem lauf der Zeit entwickelt. Zur Geschichte gehört
auch viel schriftlich überliefertes. Auch Kalligrafie, welche in Asien
stark vertreten ist, hat mir schon als Kind gefallen.
3. Wie hast du deine Charaktere gefunden? Wie lief dort der Prozess sie
auszuarbeiten?
Nun, die Handlung hatte ich zwar schon grob im Kopf ausgearbeitet, aber
vor allem was die Charaktere betraf, habe ich vieles im Laufe meiner
Arbeit entwickelt, verworfen und wieder neu begonnen bis ich zufrieden war.
4. Warum hast du Xiyuan nicht ihren Mann Mike an die Seite gestellt,
sondern andere Mitstreiter?
Xiyuan möchte zuerst Rücksicht auf ihren Mann nehme, welcher auch noch
einen Vollzeitjob ausfüllt. Es ist anfangs auch nicht klar, wie sich die
Reise entwickelt. Es sollte eigentlich nur eine Informationsreise nach
Istanbul werden. Ab dort entwickelt sich die Geschichte erst richtig.
Was aber alles nicht bedeutet das Mike keine wichtige Rolle in der
ganzen Geschichte an sich spielt oder spielen wird. Dies wird aktuell
nur noch nicht so stark hervorgehoben.
Was die anderen "Mitstreiter" betrifft, diese schließen sich Xiyuan, im
weiteren Handlungsstrang an, unter anderem auch vom Schicksal bestimmt.
5. Was ist dir am schwersten bei deinem Schreibprozess gefallen?
Das kann ich gar nicht so genau präzisieren. Ich hatte Tage an denen ich
gut voran gekommen bin, andere an denen ich auch mal eine Blockade hatte.
Am schwersten an sich war wohl alles auf Deutsch präzise auszudrücken.
Zum Glück haben mir hier dann noch gute Freunde geholfen und Korrektur
gelesen.
6.Wie viele Teile soll deine Reihe haben?
Dies steht noch nicht exakt fest, aber geplant sind ca. 3 bis 5 Teile.
7. Was verbindest du mit der asiatischen Kultur und was gefällt dir an
ihr am besten?
Nun, die Jahrtausende alte Geschichte, die Entwicklung, die Kunstformen
die dort entstanden sind. Wie sich vieles von dort auf die ganze Welt
ausgewirkt hat. Schon vor Jahrhunderten sind z.B. Karawanen aus Europa
dorthin unterwegs gewesen.
Und natürlich die unglaublich vielfältige Auswahl an Gerichten. (lacht) 😊
8. Wie lange hat es gedauert bis du deinen ersten Band fertig hattest?
Welche Hürden musstest du überwinden und wie hast du dich gefühlt als du
das erste Mal dein Werk in der Hand gehalten hast?
Es hat ca. ein Jahr gedauert bis ich meinen ersten Band fertig hatte.
Also der Schreibprozess abgeschlossen war. Die nächste Hürde war, diesen
auf Deutsch möglichst präzise auszuformulieren. Geschrieben habe ich den
ersten Band ja in Mandarin. Hier hatte ich wie schon erwähnt Hilfe bei
der Korrektur.
Es war ein tolles Gefühl, sogar mehrfach. Einmal als der Erste Teil
abgeschlossen war, dann als er auf Deutsch fertig war und zu guter Letzt
als ich auch noch das Gedruckte Buch in Händen hielt.
9. Was würdest du anders schreiben, wenn du es nochmal schreiben würdest?
Ich denke ich würde an sich nichts anders schreiben. Der erste Band
vereint ziemlich gut alles was ich mir vorgestellt habe. Meinen eigenen
Stile, eine gute Basis für die weiteren Teile, die Storyline, welche
vieles aus den unterschiedlichen Kulturen darstellt wie ich es wollte
und auch mit dem Fantasy Anteil verbindet.
Ich werde aber versuchen mein Deutsch weiter zu verbessern, dann gibt es
nicht mehr soviel zu korrigieren. 😊
10. Was möchtest du deinen Leser*innen gerne mitteilen?
In der heutigen Zeit verlieren viele Menschen ihre Orientierung. Alles
ist so schnelllebig geworden. Die meisten interessieren sich nicht mehr
für ihre Ursprünge bzw. Vergangenheit. Gerade hier kann man aber auch
viel lernen und zu sich finden.



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