//Rezension//Drama, Young Adult, Slice of Life/Two worlds, one moment

Werbung gem. TMG /Rezi.Ex./Drama, Young Adult, Slice of Life
Heute stelle ich euch das Buch von Bridget Oko vor. Eine tiefsinnige Geschichte über Osaro und Naomi und all die Hindernisse die ihre Liebe überwinden muss. 


Details:

Titel: Two worlds, one moment
 Autorin: Bridget Oko
Verlag: Selfpublishing
 Erschienen: 07.07.2025 (DE)
Genre: Drama, Young Adult, Slice of Life
Seiten: 441
Preis: 12,99 € Print
 
 

Darum geht´s:

Als Osaro und Naomi sich zum ersten Mal sehen, spüren sie sofort, das da etwas Besonderes zwischen ihnen ist. Nachdem Osaro Naomi das Leben rettet, steht für die junge Frau fest, dass sie Osaro wiedersehen muss. Aber das ist gar nicht so einfach, denn Osaro ghosted sie zunächst.

Irgendwann treffen sie sich doch regelmäßig und nach und nach erzählt ihr Osaro seine bewegende Geschichte. Wie er in die Schweiz kam, seine schwierigen Familienverhältnisse und seinen sozialen Absturz. Seine Herkunft ist so ganz anders, als die von Naomi, sie wuchs behütet und in guten Verhältnissen auf. Alle raten ihr nichts mit ihm anzufangen. Aber die Liebe zwischen den beiden ist stark und Naomi beschließt, dass sie Osaro vertrauen kann. Er wird ihr zuliebe nicht mehr kriminell werden oder doch?

Meine Bewertung:

Am Anfang dachte ich erst, dass es hier nicht nur um Osaros Story geht, sondern dass auch Naomi ein sorgenvolles Leben hat. Jedoch merkt man dann doch recht schnell, dass der Fokus auf Osaro liegt. Aber das ist auch okay so. Sein Leben ist wohl schon aufregend genug und da hat er Naomi einiges zu berichten. Das Buch zeigt auf das, das Leben nicht nur Sonnenseiten für einen bereithält und in Osaros Fall, musste er schon einiges erdulden. 
 
Seine Mutter die ihn aus seiner gewohnten Umgebung herausreißt und in ein fremdes Land mitnimmt. Ihn dann vernachlässigt und sogar handgreiflich wird. Darüber hinaus, seine Schulprobleme, wo alle nur wegsehen und Osaro so verbittert ist, das er einfach niemanden an sich heranlässt. Nach der Schule geriet er auf die schiefe Bahn mit Drogenmissbrauch und Sachbeschädigung. Denn Osaro fühlt sich nur wirklich frei, wenn er Kunstwerke mit seinen Spraydosen erschaffen kann. Leider wird er von der Polizei entdeckt und angeklagt. Er ist nun auf Bewährung und hat eine Menge Schulden. Ihm ist klar, das er keine besonders gute Partie für Naomi ist. Doch für sie möchte er sich ändern, bis ihn seine dunkle Vergangenheit wieder einholt.

Ich muss sagen das Buch hat mich gut abgeholt und der Aufbau der Geschichte ist gelungen. Der rote Faden zieht sich strukturiert durch die Handlung. Auch ist die Handlung nicht vorhersehbar und daher wird es nicht langweilig. Das Buch ist aber keine leichte Kost, kein Feel Good Roman. Hier haben wir etwas viel Tiefgreifendes und zum Teil sehr tragische Ereignisse. Die meisten Charaktere haben ihre eigene Rolle, die aber nicht oberflächlich die Handlung vorantreiben sollen. Sie sind gut geschrieben, wirken realistisch und wie dem echten Leben entsprungen. Auch Osaros Zeit in Nigeria ist spannend. Man erfährt mehr über das Leben dort. Wahrscheinlich hilft es auch Osaro mehr zu sich selbst zu finden, indem er seine Wurzeln spürt. Die afrikanische Gemeinschaft ist oft für ihn da, aber sie wirkte nie aufdringlich. Trotz seiner Fehler haben sie alle Osaro unterstützt, wo sie nur konnten. 
 
Der Schreibstil ist einwandfrei und das Buch ist schriftstellerisch eine sehr gute Arbeit. Die Beschreibungen sind so aufrichtig und erzählerisch ausdrucksstark. Ich habe lange nicht mehr so einen klaren unverbrauchten Schreibstil gehabt. Die Autorin weiß sich gut und fassettenreich auszudrücken. Sie schreibt als Schweizerin deutschsprachig, vielleicht liegt es auch daran. Wobei mit Worten Geschichten zu malen ist schon eine Kunst für sich. 
 
Zu bemängeln hätte ich, das bei ein paar Kapiteln der Text etwas zu langgezogen ist, da hätte man wohl auch schneller zum Punkt kommen können. Bei manchen Kapiteln ist allerdings der Zeitsprung zu krass und dann man blickt nicht ganz so durch. Da fehlte es stellenweise dann wieder an Informationen. Es hätte insgesamt ausgewogener sein können.
  
Fazit: 
Bridget Oko weiß es zu erzählen, sie zieht einen mit Osaros Geschichte in den Bann. Eine Geschichte die nur das Leben selbst erzählen kann - roh, ungefiltert und emotional.

Bewertung: 


Bildrechte
Foto: Lesefieber-Buchpost
Cover: Verlag und Illustrator
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Dieser Beitrag gibt meine freie Meinung wieder.
 
 Vielen Dank an Bridget Oko das sie mir ihr Werk anvertraut hat. 


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