//Rezension//Opern/Musik/Sachbuch - Opernführer für Einsteiger
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Ein Buch für alle die sich fragen wie eine Oper so ist und worum es da überhaupt geht. Die Regisseurin Jasmin Solfaghari hat die Handlung von drei klassischen Opern einfach verständlich zusammengefasst.
Details:
Titel: Opernführer für Einsteiger
Autorin: Jasmin Solfaghari
Verlag: Schott Music
Erschienen: 18.10.2019
Genre: Sachbuch / Musik
Seiten: 160
Preis Taschenbuch: 16,99€
Genre: Sachbuch / Musik
Seiten: 160
Preis Taschenbuch: 16,99€
HC: 24,99€
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Darum geht´s:
In diesem Buch werden drei klassische Opern von Luna dem Mond vorgestellt.- Die Hochzeit des Figaro - Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
- Der Freischütz - Oper von Carl Maria von Weber
- Der Ring der Nibelungen - Oper von Richard Wagner
Luna erklärt nicht nur die Geschichten der drei Opern, sondern schildert auch seine eigenen Eindrücke zur Story und zeigt in Schaubildern auf wer zu wem gehört. Zusätzlich gibt es den ganzen Text übersetzt ins "Fränkische". Es gibt aber auch eine "Alemannische" Ausgabe.
Im Buch gibt es zustätzlich einen kurzen Überblick zu den Fakten der Stücke, sowie diverse Bilder.
Meine Bewertung:
Ich fand die Auswahl der Stücke gut. Hier ist für jeden Geschmack was dabei. Es wird lustig, lehrreich und dramatisch aufwühlend. Mozart ein Genie, sowie ein kleiner talentierter Schlingel, Wagner hingegen dramatisch und mochte wohl den großen Auftritt, während von Weber eher das romantische liebte und gern den pädagogischen Finger hob.
Die Stücke:
Die Hochzeit des Figaro ist total verrückt, weil es einem Lustspiel gleicht, hier geht es bunt und lustig zu. Man freut sich bei dem Besuch über ein freudiges Stück, das gut zu unterhalten weiß. Mozart hat das Stück nicht selber geschrieben, es gab hier eine literarische Vorlage. Er war ein Freigeist seiner Zeit, sowie manchmal ziemlich frech und hatte zudem einen derben Humor, das merkt man der Umsetzung dieses Stückes an.
Die Liebe steht im Vordergrund, aber es geht auch um Neid und Intrigen. Die verschiedenen, zum Teil exzentrischen Charaktere geben dem Stück ausdrucksstarke Möglichkeiten die Personen in Szene zu setzen. Auch die Auswahl der auf der Bühne gezeigten Kostüme muss grandios sein. Das Stück ist etwas, wo man gewiss sein kann, mit einem Lächeln die Aufführung zu verlassen.
Der Freischütz ist eher düster und lehrreich. Denn wer sich mit dunklen Mächten einlässt, der zieht am Ende immer den kürzeren. Gleichzeitig ist das Stück gesellschaftskritisch. Ich fand es von den drei ausgewählten Stücken am unscheinbarsten in Sachen Handlung. Das kann aber auch daran liegen, dass wir das Stück in der Schule lang und gründlich studiert haben und ich es daher einfach am besten kannte (wir waren in der sechsten Klasse, es ist also ewig eher und ich erinnere mich immer noch daran). Ich fand immer das der Freischütz wie ein Märchen geschrieben ist. Am Ende siegt natürlich die Liebe und das Gute. Das Stück verzaubert durch seine Szenen die sehr umfangreich inszeniert werden müssen (erzählt euch auch der Mond im Buch). Ich glaube, hierbei liegt die Herausforderung bei der Planung der Aufführung.
Der Ring der Nibelungen ist ein Manifest an umfangreichen Handlungssträngen. Eine Oper in vier Teilen. Es muss damals die Besucher nur so in die Opernhäuser gelockt haben, wollte man schließlich wissen wie es ausgeht. Es ist insgesamt ein Epos von Tiefe, Ausdruck und Inszenierung der dem "Der Herrr der Ringe" gleicht, nur ist Wagners Stück eben viel älter. Aber ein Ring spielt auch hier eine große Rolle. Es ist zum Teil sehr verwirrend, viele Dinge in der Handlung sind total seltsam (warum liebt der Held seine Tante?). Wagner zeigt dabei auf das bei Göttern, die menschlichen Gesetzte nicht gelten. Wahrscheinlich hat er sich deswegen bei dem Stück sehr viel mehr getraut. Die Oper entspricht dem Geist seiner Zeit, denn alles mit mystischen Göttern, war im Klassizismus und Romantik wieder modern und gefragt.
Alle drei Stücke sind total unterschieden, aber an sich absolute klassische Meisterwerke. Sie sind gute Beispiele für einen Einsteiger um ein Gefühl für die Oper zu bekommen. Schade das man keine QR-Codes in das Buch gedruckt hat, um auch einen Eindruck von den Musikstücken zu bekommen. Ich fand es cool, das hier der Mond als erzählende „Person“ gewählt wurde. Insgesamt ist der Schreibstil gut und verständlich.
Der fränkische Teil des Buches ist interessant. Für mich hätte es aber auch nur der Hochdeutsche getan. Ich spreche halt so gut wie keinen Dialekt :-)
Die Hochzeit des Figaro ist total verrückt, weil es einem Lustspiel gleicht, hier geht es bunt und lustig zu. Man freut sich bei dem Besuch über ein freudiges Stück, das gut zu unterhalten weiß. Mozart hat das Stück nicht selber geschrieben, es gab hier eine literarische Vorlage. Er war ein Freigeist seiner Zeit, sowie manchmal ziemlich frech und hatte zudem einen derben Humor, das merkt man der Umsetzung dieses Stückes an.
Die Liebe steht im Vordergrund, aber es geht auch um Neid und Intrigen. Die verschiedenen, zum Teil exzentrischen Charaktere geben dem Stück ausdrucksstarke Möglichkeiten die Personen in Szene zu setzen. Auch die Auswahl der auf der Bühne gezeigten Kostüme muss grandios sein. Das Stück ist etwas, wo man gewiss sein kann, mit einem Lächeln die Aufführung zu verlassen.
Der Freischütz ist eher düster und lehrreich. Denn wer sich mit dunklen Mächten einlässt, der zieht am Ende immer den kürzeren. Gleichzeitig ist das Stück gesellschaftskritisch. Ich fand es von den drei ausgewählten Stücken am unscheinbarsten in Sachen Handlung. Das kann aber auch daran liegen, dass wir das Stück in der Schule lang und gründlich studiert haben und ich es daher einfach am besten kannte (wir waren in der sechsten Klasse, es ist also ewig eher und ich erinnere mich immer noch daran). Ich fand immer das der Freischütz wie ein Märchen geschrieben ist. Am Ende siegt natürlich die Liebe und das Gute. Das Stück verzaubert durch seine Szenen die sehr umfangreich inszeniert werden müssen (erzählt euch auch der Mond im Buch). Ich glaube, hierbei liegt die Herausforderung bei der Planung der Aufführung.
Der Ring der Nibelungen ist ein Manifest an umfangreichen Handlungssträngen. Eine Oper in vier Teilen. Es muss damals die Besucher nur so in die Opernhäuser gelockt haben, wollte man schließlich wissen wie es ausgeht. Es ist insgesamt ein Epos von Tiefe, Ausdruck und Inszenierung der dem "Der Herrr der Ringe" gleicht, nur ist Wagners Stück eben viel älter. Aber ein Ring spielt auch hier eine große Rolle. Es ist zum Teil sehr verwirrend, viele Dinge in der Handlung sind total seltsam (warum liebt der Held seine Tante?). Wagner zeigt dabei auf das bei Göttern, die menschlichen Gesetzte nicht gelten. Wahrscheinlich hat er sich deswegen bei dem Stück sehr viel mehr getraut. Die Oper entspricht dem Geist seiner Zeit, denn alles mit mystischen Göttern, war im Klassizismus und Romantik wieder modern und gefragt.
Alle drei Stücke sind total unterschieden, aber an sich absolute klassische Meisterwerke. Sie sind gute Beispiele für einen Einsteiger um ein Gefühl für die Oper zu bekommen. Schade das man keine QR-Codes in das Buch gedruckt hat, um auch einen Eindruck von den Musikstücken zu bekommen. Ich fand es cool, das hier der Mond als erzählende „Person“ gewählt wurde. Insgesamt ist der Schreibstil gut und verständlich.
Der fränkische Teil des Buches ist interessant. Für mich hätte es aber auch nur der Hochdeutsche getan. Ich spreche halt so gut wie keinen Dialekt :-)
Fazit:
Interessant und lesenswert. Es erweitert den Horizont enorm sich mit Stücken vergangener Zeiten zu beschäftigen.
Bewertung:
Bildrechte
Foto: Lesefieber-Buchpost
Cover: Verlag und Illustrator
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Dieser Beitrag gibt meine freie Meinung wieder.
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Wie das so ist, man trifft neue Leute immer ganz zufällig, wie auch Jasmin Solfaghari, die mir Kleider aus ihrem Kostümfundus verkauft hat. Dann habe ich erwähnt das ich vielleicht mal die Kleider für einen Bloggerball brauche (weil Bloggerin) und daraufhin erzählte mir Jasmin das nicht nur eine sehr erfolgreiche Opernregisseurin ist, sondern eben auch Bücher schreibt.
Es kommt eins zum andern, zack lag der Opernführer für Einsteiger in meinen Händen. Wie praktisch hat man gleich was zum Lesen und dann auch noch etwas womit ich mich eigentlich nicht so beschäftige. Zum Glück hatte ich zwei der vorgestellten Opern mal in Musik. Man ist ja entsprechend gebildet. Da bin ich wenigstens nicht ganz ohne Wissen dran gegangen.
Vielen Dank an Jasmin für das Rezensionsexemplar.
Es kommt eins zum andern, zack lag der Opernführer für Einsteiger in meinen Händen. Wie praktisch hat man gleich was zum Lesen und dann auch noch etwas womit ich mich eigentlich nicht so beschäftige. Zum Glück hatte ich zwei der vorgestellten Opern mal in Musik. Man ist ja entsprechend gebildet. Da bin ich wenigstens nicht ganz ohne Wissen dran gegangen.
Vielen Dank an Jasmin für das Rezensionsexemplar.


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