Freitag, 5. August 2016

Alles was ich sehe

Kati rezensiert

Details

Titel: Alles was ich sehe
Autor: Marci Lyn Curtis
Erschienen: 18.03.2016

E-Book 10,99€
Hardcover 18,99€
Verlag Königskinder

Genre Jugendbuch / Fantasy (ab 14 Jahre)


Seiten: 432

Danke an den Königskinder (Carlsen) Verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdeckel

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurück zu bekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

Meine Zusammenfassung

Maggie ist nach einer Hirnhautentzündung erblindet. Die Krankheit ist jetzt 7 Monate her. Sieben Monate in denen Maggie mehr oder weniger versucht hat ihr Leben neu auszurichten. 
Dabei hat sie sich eher eingekapselt und ihre ehemaligen Freunde vernachlässigt.
Eines Tages rutscht sie auf dem Boden aus und fällt unglücklich auf die Nase. Total benommen mit schmerzenden Kopf steht sie wieder auf und als sie die Augen öffnet, sieht sie einen kleinen Jungen der grinsend vor ihr steht!
Maggie kann es nicht fassen und denkt zuerst das das eine Halluzination sein muss. 
Dennoch klebt der kleine Junge Ben ihr an den Fersen und immer wenn er mal nicht in ihrer Nähe ist, kann sie auch nichts sehen. Sehr komisch aber auch schön. Die beiden freunden sich also an und als Maggie erfährt, das der Sänger ihrer Lieblingsband, Mason, der große Bruder von Ben ist, wird alles noch besser!
Außer der Tatsache das Mason sie nicht leiden kann da er denkt sie täuscht ihre Blindheit nur vor, was ja auch zum Teil stimmt, schließlich kann sie in Ben's Gegenwart ja sehen.
Als Maggie dann ab und an auch andere Menschen sehen kann, kommt ihr plötzlich ein schlimmer verdacht.

Bewertung

Sehr tolles Buch. Der Titel passt hervorragend. Ich mag das Cover, aber was ich hinter dem Cover erwartet hatte und was dabei herrausgekommen ist, sind zwei grundverschiedene Dinge.
Die Geschichte war von vornherein gut. Ich bin gleich im Thema gewesen und habe mir vorgestellt wie es sein würde Blind zu sein. Natürlich ist es nicht so einfach sich da hinein zu versetzen und im Alltag fallen einem die simpelsten Dinge auf, die man Blind eben nicht machen kann. Ich konnte die Verzweiflung und die Abkapselung von Maggie also gut nachvollziehen.
Die Protagonistin Maggie ist sehr authentisch und sie hat mich voll mitgenommen. Sie versucht sich zu verstecken aber eigentlich will sie auch wahrgenommen werden. Sie steckt also voll im Zwiespalt mit sich selbst. 
Dann kommt plötzlich dieser kleine lebensfrohe und witzige, charmante kleine Ben in ihr Leben und macht alles besser. Trotz das er erst zehn Jahre ist, macht er Maggie viel Freude. Dieser Charakter ist mir einer der Liebsten aus alles Büchern. Ich liebe Ben! So ein tolles Kind wünscht sich doch jeder. Er sieht nie schwarz, das Glas ist immer halb voll und das trotz seiner Krankheit! Wirklich ein toller Charakter!
Charlotte hat ja eher eine Hintergrundrolle, aber auch sie ist ganz gut gelungen. Da sie immer schon Blind war, ist es für sie nicht ganz so schlimm, da sie es ja gar nicht anders kennt und somit besser zurecht kommt. Mit ihrer fröhlichen Art versucht sie Maggie mitzuziehen, das macht eine Freundin in meinen Augen aus.
Mason ist der typische Sunnyboy. Er ist berühmt aber auf dem Teppich geblieben. Er liebt seinen Bruder abgöttisch und alleine die Tatsache wie er mit ihm umgeht gibt ihm einen dicken Pluspunkt.
Die Eltern von Maggie haben mich etwas traurig gemacht, anscheinend kommen sie noch schlechter mit der Erblindung ihrer Tochter klar als sie selber und lassen sie dadurch oft alleine.
Also wie ihr lesen könnt hat mich das Buch sehr überzeugt. Ein wenig Fantasy ist mit drin, aber nur ganz wenig. Die Geschichte ist so toll und bestärkend das man das Buch nur schwer aus der Hand legen möchte.

Fazit: Neben dem bisschen Fantasy eine tolle Geschichte mit Schicksalsschlägen, und der richtigen Handhabung durch sehr gute Freunde! Tolle Protagonisten mit viel Herz. Und einem kleinen Jungen der selbst die Herzen der großen Mädchen mit sich reißt!

Sterne


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