Montag, 27. November 2017

\\Rezension// Schlafe still

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Klappentext

Die vermögende Londonerin Vivien führt mit ihrem Mann Ben und ihrer achtjährigen Tochter ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Doch dann wird sie eines Tages tot in ihrem Badezimmer aufgefunden, mit einer blutigen Wunde am Kopf. Die Familie steht noch unter schwerem Schock, als plötzlich Cleo, Bens Exfreundin, auftaucht. Sie gibt Viviens Mutter Rose gegenüber offen zu, dass sie nie aufgehört hat, Ben zu lieben. Als Rose Cleo wenig später in ihrer Wohnung aufsucht, ist sie zutiefst verstört – denn sie entdeckt eine ganze Wand voller Fotos von Vivien. Offenbar hat Cleo sie jahrelang heimlich beobachtet. Und dann beginnt sie auch noch, sich zurechtzumachen wie Vivien und ihre Kleidung zu tragen …

Bewertung

Als ich das Cover sah, dachte ich zuerst an einen tollen Thriller oder Krimi. Nun steht aber Roman darauf, das habe ich allerdings ausgeblendet. Jedenfalls finden wir hier einen Krimi, aber nur einen leichten, da es hier nicht allzu große Ermittlungen gibt. Dieses Buch beschäftigt sich mehr mit den Betroffenen. Vivien wird tot in ihrem Badezimmer gefunden und zunächst sieht es nicht nach einem Fremdverschulden aus, doch dann finden die Ermittler Spuren von Medikamenten und gehen dem nach. 

Zumeist lesen wir aus der "Ich" Perspektive von Viviens Mutter. Diese hatte die letzten Jahre keine besonders innige Beziehung zu ihr und ihrer Familie, dennoch möchte die Mutter nun für die Hinterbliebene Enkeltochter und ihren Vater da sein. Doch auch die Ehemals beste Freundin von Vivien, Cleo, möchte der Familie Beistand leisten. Vivians Mutter Rose kommt Cleo's Verhalten aber seltsam vor und lässt die junge Frau nicht mehr aus den Augen. Ein ewiges Hin und Her um die Gunst des Familienvaters bricht aus und nebenbei erfahren wir in Zwischengeschobenen Kapiteln etwas aus Viviens Sicht, was uns die Beziehung zwischen ihr und ihrer Tochter näher bringt.

Der Schreibstil ist ganz angenehm. Trotzdem kam mir das lesen sehr distanziert vor. Ich konnte nicht wirklich in die Personen eintauchen und fand die Geschichte ein wenig einschläfernd, was dem Titel alle Ehre macht. Es gibt viel Familiäres Drama und eine unerwiderte Liebe die Krankhafte Züge annimmt, ebenso die überforderte Mutter die sich von ihrem Kind distanziert, aber was fehlt war die Power! Ich hätte gerne etwas Spannung gehabt.

Entschädigt wurde ich allerdings am Ende, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und so etwas in der Art habe ich auch noch nicht gelesen, weshalb ich trotz der einschläfernden Story noch drei Sterne vergeben kann.


Das Leseexemplar wurde mir kostenfrei zur Rezension gestellt.

Meinung