\\Rezension// Das Finken Mädchen

Rezension

Inhalt

Fünfundzwanzig Jahre hat Felicity ihre ehemalige Nachbarin Rose nicht mehr gesehen. Aber an jedem einzelnen Tag hat sie an sie gedacht, und mit jedem Tag ist ihre Wut größer geworden. Denn Felicity war damals klein, und Rose war groß. Rose hätte sie beschützen und ihr helfen müssen. Stattdessen hat sie einfach weggesehen, und jetzt scheint sie sich an nichts mehr zu erinnern. Aber Felicity wird ihrer Erinnerung schon auf die Sprünge helfen - und dafür sorgen, dass Rose für ihre Fehler bezahlt...

Bewertung

Das Buch beginnt etwas schleppend, da man Anfangs nicht wirklich weiß wo man steht. Doch nach den ersten Kapiteln wird man in die Story gesogen. Wir lesen aus der Sicht von Felicity (Birdy) und Rose. Einmal lesen wir in der Vergangenheit und bekommen immer wieder ein paar Rückblicke, die die Geschichte weiter voran treiben und dem Leser helfen alles zu verstehen und zusammenzusetzen. 
In diesem Buch wird ein schwieriges Thema aufgegriffen. Die Gefühlswelt beider Protagonisten wird absolut verständlich dargestellt. Die Rolle von Opfer und Mittäter wird dabei immer verschwommener. Als Leser spürt man selbst wie jede Seite seine Denkweise verändert. Die Autorin schreibt alles so klar, das man sich selbst in Frage stellt, sich auf eine Seite zu stellen. Mir ging es sehr nahe. Sowohl Birdys Erlebnisse als auch die von Rose. Je weiter das Buch vorran kommt, desto krasser wird die Geschichte hinter den Buchdeckeln und der Leser wird praktisch gefesselt! Gespaltene Gefühle werden wach und lassen eine Menge Platz zum Nachdenken. Wie würde man selbst in dieser Situation vorgehen? Was wenn man seinen Partner doch nicht so gut kennt wie man glaubt? Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, außer das es um Pädophile geht. Ich denke das muss reichen, da sonst zuviel gespoilert würde. 

Dieses Buch wirkt definitiv fesselnd und aufwühlend. Besonder den letzten Satz der Autorin empfinde ich als wichtig:
Schweigt nicht, verstummt nicht.
Singt, Vögelchen. Singt.