Dienstag, 23. Januar 2018

\\Rezension// Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

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Inhalt

Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.

Bewertung

Für Lucille und ihre kleine Schwester Wren wird einer der wohl schlimmsten Alpträume wahr. Erst verschwindet nach einem Familienvorfall ihr Vater und kurze Zeit später geht ihre Mutter ebenfalls weg. Keiner weiß wo sie ist, oder ob und wenn, wann sie wiederkommt. Lucille ist nun auf sich gestellt und versucht daran zu glauben das ihre Mutter bald wieder kommen wird. Von jetzt auf gleich wird von der 17 Jährigen erwartet, das sie sich um ihre Schwester, den Haushalt und um die Rechnungen kümmert. 
Ein wahnsinnig spannendes Drama beginnt. Die beiden Schwestern können mit niemandem darüber sprechen. Zu groß ist die Angst das die kleine Wren in ein Heim kommen könnte. Die Schwestern klammern sich an das einzigste was sie noch haben, sich gegenseitig. 

Der Schreibstil ist sehr flüssig, zwar ab und an etwas stockend, aber das liegt daran, das die Autorin versucht die Verzweifelung der Protagonistin so stärker hervorzuheben. Das gelingt ihr auch. Ich hatte das Buch im nu durch, Lucille muss über sich hinaus wachsen und auf einmal erwachsen werden und einen Haufen Verantwortung auf sich nehmen. Als wäre das nicht schon schwer genug, kommt ihr auch noch das kribbelige Gefühl von Liebe auf. Alles ist so verwirrend und sie glaubt ständig Fehler zu machen. Sie schwankt zwischen einem Herzlichen und liebenswürdigem Menschen und einer gereizt und verzweifelten Person. Nicht nur Lucilles Entwicklung ist deutlich zu spüren, auch ihre Schwester Wren wird mit ihren 8 Jahren schneller reif. 

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich glaube es kann manch einem Jugendlichem vor Augen führen, das Erwachsen sein nicht immer toll und einfach ist. Gerade deshalb ist es so wichtig seine Kindheit zu genießen, denn Erwachsen ist man lange genug ;) doch welcher Teenie wird diesen wirren Worten schon Beachtung schenken?!



Meinung