Montag, 2. April 2018

// Rezension // Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß

Werbung
Das Mangas und Comics nicht immer für Kinder sein müssen, zeigt diese wunderschöne Graphic Novel mit dem Titel "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß". Die Liebesgeschichte zweier völlig verschiedener Menschen zieht einen in den Bann und erinnert ein wenig an Homo Faber von Max Frisch (OMG ich habe das Buch tatsächlich gelesen und ja ich kann mich sogar an den Inhalt erinnern)  Aber dieses hier gefällt mir viel besser, weil das Ende nicht so seltsam ist. 

Details

Titel: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß
Autor: Hiromi Kawakami / Jiro Taniguchi
Erscheint: 20.03.2018
Verlag: Carlsen
Genre: Graphic Novel
Seiten: 440
Preis HC Gesamtausgabe: 28,00€





Meine Zusammenfassung:

Tsukiko ist Ende dreißig, Angestellte und ledig. In ihrem Leben hat es nie den richtigen Partner gegeben und so lebt sie in den Tag hinein. Abends besucht sie gerne ihr Stammlokal, um dort die Zeit mit Essen und Trinken totzuschlagen. Auch Tsukikos alter Japanischlehrer sitzt dort fast jeden Abend an der Bar und so kommen die beiden immer öfter ins Gespräch. Beinah zufällig als ob sie einander gesucht hätten, treffen sie auch tagsüber aufeinander. Aus zufälligen Treffen werden irgendwann feste "Dates" und zwischen beiden beginnt eine zarte Liebe zu wachsen. Doch kann eine Liebe zwischen zwei Menschen, die fast 30 Jahre Altersunterschied trennen, Bestand haben?

Meine Bewertung:

Hier stellt man wieder fest - Comics und Manga sind nicht nur für Kinder. Diese Geschichte ist für Erwachsene, die anspruchsvolle Literatur mögen. Verpackt wird diese zarte Liebesgeschichte über zwei völlig verschiedene Menschen in diese wunderschöne Graphic Novel. 

Ich finde die Zeichnungen recht ansprechend. Die Umgebung der Stadt oder die Landschaft Japans wurde mit einer wahnsinnig aufwendigen Liebe zum Detail originalgetreu gezeichnet. Ich habe öfters einige Minuten nur mit der Betrachtung eines solcher Bilder zugebracht, um alles wahrzunehmen und kein Detail zu verpassen. Es gibt dem Leser wirklich das Gefühl, wie es ist in Japan zu leben. 

Auch die Alltagsszenen sind so herrlich japanisch. Einzig die Gesichter und die Emotionen sind manchmal etwas steif und sehen alle sehr ähnlich aus. Das hat mir nicht so gut gefallen. 

Die Geschichte an sich ist sehr ruhig und still. Beide Hauptpersonen sind eher gemächliche Charaktere. Das könnte der ein oder andere Leser, der es lieber spannend mag ein wenig langweilig finden. Ich muss sagen am Anfang fand ich das auch eher irritierend, aber wenn man sich auf die Geschichte einlässt ist sie doch sehr schön, voller Weisheiten und sehr poetisch. 





Danke an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar
Meinung