Sonntag, 15. April 2018

\\Rezension// Die fünf Gaben, Band 1

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Inhalt

Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wiederbegegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.

Bewertung

Bei diesem Buch fahren meine Gefühle im Zwiespalt. Die Story hat mich sehr mitreißen können, dennoch fehlten mir für mich wichtige Informationen. Ich hatte das Gefühl, das die Autorin im Bezug auf die "Arden" und die Gaben an sich, vergessen hat darauf genauer einzugehen. Es wird nicht erklärt, warum diese fünf Gaben wichtig für das Land Valenia sind, oder warum nur eine Gewisse Anzahl an "Schülerinnen" aufgenommen wird. Diese Information war für mich sehr wichtig und deshalb muss ich hier einen Minuspunkt geben. 
Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm, und trotz der Länge des Buches war ich nie der Meinung, das eine Textstelle unnötig in die Länge gezogen wurde. Bis es mit der wirklichen Aktion losgeht, dauert es gewiss ein bisschen, aber trotzdem fügte sich vorher alles wichtige (bis auf die Erklärung mit den Gaben und der Arden) zusammen. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch und glaubhaft. Brienna ist eine starke Person, die sich nicht so schnell aus der Fassung bringen lässt. Sie wächst an ihren Aufgaben und ist bereit etwas für ihr Ziel zu riskieren. Eine wahrhaft starke Protagonistin also. 

Das Geschehen war ab und an sehr leicht zu durchschauen und dieser gewisse "Wow" Effekt blieb bei mir aus. Keine Wendung war wirklich überraschend, trotzdem hat mir der Verlauf an sich gut gefallen und ich habe mich durchaus unterhalten gefühlt.

Einen weiteren Minuspunkt muss ich noch bei dem Personenverzeichniss und Stammbaum, der direkt zu beginn zu finden ist. Erstens, versteht man nicht die nötigen zusammenhänge aller Personen, da man diese ja noch nicht kennt, und zweitens spoilert der Stammbaum einen wichtigen Verlauf zu Briennas Familie. Also besser diesen Teil überblättern.

Der erste Band hat mich gut unterhalten, lässt leider zu viele Fragen offen, hat aber trotzdem überzeugen können.






Seit Rebecca Ross im zarten Alter von sechs Jahren eine Nacherzählung von "Die schöne und das Biest" zu Papier brachte, ist Schreiben ihre große Leidenschaft. Nach einem kurzen Ausflug in die Ernährungswissenschaften studierte die erneut Englisch und widmet sich heute ausschließlich ihren Geschichten. "Die fünf Gaben" ist ihr Debüt.
Quelle: Verlag
Meinung