Dienstag, 20. März 2018

\\Rezension// Alles Easy - Patchwork für Anfänger


Inhalt

Isabell ist zwölf und alleine unterwegs zu ihrem Vater nach Köln. Nach der Scheidung ihrer Eltern ist sie mit ihrer Mutter nach Berlin gezogen und sieht ihren Vater nur in den Ferien. Doch als Papa sie am Bahnsteig mit seiner neuen Freundin Annette und deren Kindern erwartet, versteht sie die Welt nicht mehr. Jamie, den älteren Sohn von Annette, lernt Easy - wie sie liebevoll genannt wird - zufällig schon auf der Zugfahrt kennen. Zusammen erklären Sie den Eltern den Krieg und setzen alles daran, sie wieder zu trennen ...

Bewertung

Das Cover ist sehr gut gewählt. Es spiegelt die 12 Jährige Protagonistin gut wieder. Zwischen Kind sein und Erwachsen werden, ein Zwiespalt der keinem leicht fällt, schon gar nicht wenn zur Pubertät noch neue Familienmitglieder hinzukommen.
Dieses Buch handelt von einem heute nicht unüblichem Thema - der Patchworkfamilie.
Vater und Mutter trennen sich und lernen einen neuen Partner kennen. Wenn dieser dann auch noch Kinder aus der vorangegangenen Ehe mitbringt, ist das Chaos, Patchwork, perfekt. Nur selten nehmen gerade Teenies dieses Ergebnis ohne Stress in kauf. So auch bei unseren Protagonisten Easy und Jamie. Während Jamie Easy im Zug schon erzählt, das sein neuer Stiefvater echt ätzend ist, weiß Easy noch gar nicht, das bei ihrem Vater eine neue Familie auf sie wartet. Und als die beiden merken, das sie von der selben Familie sprachen sind sie sich schnell einig - diese Beziehung muss beendet werden.

Da ich selbst auch ein Scheidungskind bin, und ebenfalls erst 12 war, kann ich Easy sehr gut verstehen. Die neue Partnerin steht im Weg. Die Hoffnung, das die Eltern doch wieder zueinander finden ist noch lange nicht aufgegeben, deshalb versucht Easy mit allen Mitteln die Beziehung zu zerstören. Doch bei den beiden bleibt die neue Beziehung nicht der einzigste Knackpunkt. Jamie bringt aus seiner Heimatstadt Berlin auch noch ein anderes Problem mit. Dieses Problem ist größer, älter und stärker als er und wahnsinnig sauer....

Der Schreibstil von Anja Fröhlich lässt sich leicht und fließend lesen. Die Gedankengänge von Easy sind gut nachvollziehbar und sehr authentisch. Man kann ihre Ängste verstehen und hat auch ein wenig Mitleid mit ihr. Die Autorin lässt diese Geschichte aber nicht mit ihren Negativen Seiten stehen, sondern gibt Easy und Jamie auch zu verstehen, das es vielleicht gar nicht so schlecht ist neue Geschwister zu haben. Die beiden müssen lernen mit der neuen Situation umzugehen und gewinnen an Reife. 


Das Leseexemplar wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Rezension gestellt.




Meinung